Remorqueur Rundflug Erzgebirge

Erzgebirge von Oben

Diesen Samstag besuchte unsere Remorquer das Erzgebirge. Dabei ging es zunächst von Oschatz über das sächsische Hügelland nach Döbeln. Selbst die Aufstellung der freiwilligen Feuerwehr konnte man von oben super betrachten. Danach lud das Vorerzgebirge und Freiberg ein dem schönen Wetter und der Landschaft zu folgen. Sogar der Abstecher bis nach Marienberg mit dem dortigen Flugplatz Großrückerswalde lohnte sich.
Im Süden gewendet ging es bei etwas getrübter Sicht über die Augustusburg bis nach Chemnitz. Das Schloss Augustusburg ist meistens schon von weitem zu sehen und sticht förmlich aus der Landschaft heraus. Ein toller Anblick.

Auf dem Rückweg von Chemnitz querten wir noch einmal die Mulde mit ihren zahlreichen kleinen Dörfern und dem geschlungenen Muldetal. Kurz vor dem Endanflug auf Oschatz dann ein letztes Highlight, das Wermsdorfer Schloss. Das auch unter dem Namen „Hubertusburg“ bekannte klassische Barockschloss stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist das ehemals prächtigste Jagd- und Landschloss Europas.

Alle Bilder vom Erlebnisflug über dem Erzgebirge:

Landesjugendtreffen 2019/2020

Nachdem es im letzten Winter die Erstauflage des sächsischen Landesjugendtreffens in Pirna gab, traf sich am 01.02.2020 die Fliegerjugend unseres Bundeslandes zur Fortsetzung dieser neuen Tradition auf dem Flugplatz Auerbach.

Die knapp 30 Teilnehmer aus 10 Vereinen kamen zusammen, um gemeinsam den Stand der Luftsportjugend in Sachsen zu erörtern und Projekte zu erarbeiten. So wurden z.B. Planungen für ein vereinsübergreifendes Sommerlager in Pirna angestoßen, erste Vorbereitungen für das Landesjugendvergleichsfliegen in Oschatz getroffen oder die Jugendordnung überarbeitet sowie Leitfäden für die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit erstellt. Dazu folgen über die üblichen Kommunikationskanäle demnächst weitere Informationen.

Ebenfalls gab es ein ansprechendes Rahmenprogramm mit verschiedenen Vorträgen. Markus Uhlig und Nico Wiegand gaben mit ihren Erfahrungsberichten im Segel- bzw. Motorflug Einblicke in die Möglichkeiten, die für die jungen Lizenzpiloten nach ihrem Scheinerwerb bestehen. Max Heilmann präsentierte als Mitglied der Bundesluftsportjugendleitung die Projekte der bundesweiten Jugendorganisation.

Die Ziele der Veranstaltung, eine bessere Vernetzung der jugendlichen Luftsportler untereinander zu erschaffen, ein stärkeres Engagement für das Ehrenamt zu fördern sowie eine effektivere Zusammenarbeit der Jugendgruppen auch zwischen den Vereinen zu etablieren wurden erreicht.

Für das nächste Treffen im Winter 2020/21 wird versucht, auch (wieder) Teilnehmer aus den Bereichen Modellflug und Fallschirmsport zu gewinnen, da aus diesen Sparten in diesem Jahr leider niemand anwesend sein konnte.

Die Teilnehmer bedanken sich vielmals beim Fliegerklub Auerbach, der die Räumlichkeiten für diese Veranstaltung bereitgestellt hat und die Organisation durch Mitglieder seiner Jugendgruppe hervorragend unterstützt hat!

Bericht: Max Wießner

Unser neues Flugzeug!

Unsere Flugzeugfamilie hat zum Ende des Jahres 2019 Zuwachs bekommen. Wir hatten sozusagen ein seeeehr großes Weihnachtsgeschenk!

Nach vielen Mühen und manchmal auch Nerven, haben wir nun unser neues Flaggschiff im Hangar stehen. Der Fliegerclub ist ab sofort stolzer Besitzer eines SZD 54-2 Perkoz. Der Doppelsitzer in Kunststoffbauweise, aus polnischer Produktion, ist wohl erst der vierte zugelassene seiner Art in Deutschland.

Der Perkoz ist ein wahrer Allrounder. Er kann zur Schulung und zum Streckenflug verwendet werden. Noch dazu ist er voll-akro-tauglich (uneingeschränkter Kunstflug). Diese Vielseitigkeit wollen wir uns dann ab nächster Saison zu Nutze machen und ihn auf vielen schönen Flügen so richtig kennenlernen. Gleichzeitig modernisieren wir damit unseren Flugzeugpark und gehen einen weiteren Schritt in Richtung Verbundstoff-Zeitalter und weg vom guten alten Holz. Leider heißt das dann auch Abschied nehmen von unserem Bocian. Aber wo etwas Altes aufhört, ist Platz für den Beginn von etwas Neuem.

Ein bisschen müssen wir uns allerdings noch gedulden, bis wir unseren Perkoz am Himmel über Oschatz sehen werden. Es gibt noch einiges an Papierkram und kleinen Veränderungen zu erledigen.

Aber spätestens zum Saisonstart Anfang April, wird der Perkoz zum ersten Mal seine Flügel in Oschatz ausbreiten. Vielleicht lassen wir uns dazu noch etwas Besonderes einfallen. Bleibt gespannt! Wir können es selbst kaum erwarten.

Ihr wollt auch dabei sein oder vielleicht sogar selber einmal Höhenluft in unserem neuen Flugzeug schnuppern? Dann kommt doch einfach vorbei und fliegt mit uns.

Rundflug Motorflugzeug

Ehre, wem Ehre gebührt

Unser Verein ist ein recht bunt gemischter Haufen. Von ganz jung bis zum gehobenen Alter ist alles vertreten, was das Vereinsleben sehr bereichert. Die Jugend wäre sicher nicht in einem solchen Tatendrang, wenn unsere erfahrenen Mitglieder nicht mit Begeisterung ihre Erfahrungen weitergeben würden. Und da muss man selbst als Urgestein nicht zum alten Eisen gehören.

Bestes Beispiel ist da unser Peter Köhler. Er ist seit kurzem nicht nur das frisch gebackene zweite Ehrenmitglied unseres Vereins, wir durften ihm auch Ende November zu seinem 80. Geburtstag gratulieren.

Peter Köhler: Neues Ehrenmitglied des Fliegerclub Oschatz e.V.

Wir haben von Peter so manche lustige Anekdote erzählt bekommen. So zum Beispiel war er es, der mit Mathias Pollmer zusammen im Bocian in den 90ern die erste Außenlandung der Vereinsgeschichte verbuchen konnte. Oder dass er jeden Freitag Nachmittag einen kleinen Disput mit seiner Frau vom Zaun brechen musste, um das Wochenende auf dem Flugplatz verbringen zu können.

Links: 1. Vorsitzender Roland Marsch
Rechts: Ehrenmitglied Peter Köhler

Und wir haben auch viel Wissenswertes von ihm gelernt. Gerade beim Fliegen, denn auch wenn er den Fluglehrer schon seit langem an den Nagel gehangen hat, hat er bei seinen „Mitflügen“ auf dem hinteren Sitz immer wieder gezeigt, dass er es noch drauf und so auch selbst schon erfahreneren Piloten den ein oder anderen Trick gezeigt hat. Peters Leben stand und steht immer noch im Zeichen der Fliegerei. Deswegen bekam er zu seinem Geburtstag als Auszeichnung und Dank für sein jahrelanges Engagement im Flugsport die goldene Ehrennadel des Luftsportbundes Sachsen überreicht.

Peter, wir hoffen, du bleibst uns noch lange als Ehrenmitglied erhalten und freuen uns, wenn du mal wieder auf deinem Flugplatz bist. Auch wenn deine Besuche gesundheitsbedingt etwas seltener geworden sind, bist du immer herzlich willkommen. Wir laden dich gerne auf einen Flug in unserem neuen Perkoz ein.

Wir trauern um Klaus

Am Montag, 18. November 2019 hat unser Fliegerkamerad Klaus Schwanz seinen Kampf gegen eine tückische Krankheit verloren. Bis zuletzt hatten wir alle gehofft, dass er die Kraft und Zuversicht nicht verlieren möge und bald wieder unter uns weilen könnte. Viele Besuche und Kontakte zu ihm sollten ihm dabei helfen und Mut machen. Leider ist es anders gekommen. Wir bedauern zutiefst, mit Klaus einen Freund, Techniker und Fluglehrer verloren zu haben, der unzähligen Flugschülern das Segelfliegen beigebracht hat, mit „seiner 21“ jede noch so kleine Thermik auszukurbeln wusste und in der Werkstatt mit Fachwissen und –arbeit zu überzeugen wusste. So konstruierte und baute er u.a. eine Aufrüsthilfe für die ASK, die uns schon manch gute Dienste geleistet hat. Nicht nur bei deren Gebrauch werden wir uns gern an Klaus erinnern. Deine frohe Natur und Dein bebendes Lachen, dass der ganze Flieger wackelt, wird uns fehlen. Es macht uns sehr traurig, Dich nicht wieder zu sehen.

Unsere Anteilnahme gilt Deiner Helga und allen anderen Hinterbliebenen.

In tiefer Trauer-

Die Mitglieder des Fliegerclub Oschatz e.V.

Abfliegen

Auch wenn der Windsack an unserem Flugplatz noch weht – seit letzter Woche ist die Flugsaison 2019 leider schon wieder vorbei. Seufz! Doch immerhin haben wir das gebührend beim “Abfliegen” gefeiert.

Doch was ist das eigentlich, dieses Abfliegen? Es ist wie der Aschermittwoch im Karneval oder das Abgrillen der Ostfriesen – ein Fest, das den letzten Tag der Saison markiert und bei dem die letzten Gastflüge des Jahres stattfinden. Aber keine Sorge – die nächsten Flugzeuge werden schon ab April 2020 wieder starten.

In unserem Verein wird dieses Fest begleitet von Wettbewerben und so dürfen unsere Oschatzer Flieger sich beim alljährlichen, traditionellen Ziellandewettbewerb messen. Dabei muss der Pilot so nah wie möglich an der Landebahnschwelle landen, die durch das Lande-T markiert ist. Jeder Pilot hat nur einen Versuch. 

  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb

Am Ende des Tages werden dann die Gewinner des Wettbewerbs bestimmt. Auch der Verlierer oder das “Schlusslicht” des Wettbewerbs wird “hervorgehoben”, indem er die “Rote Laterne” von seinen Fliegerkollegen überreicht bekommt.

Siegerehrung
Siegerehrung

Neben dem Ziellandewettbewerb gab es noch weitere spannende Wettbewerbe, wie den Gummistiefelweitwurf, Darts und unseren diesjährigen Motto-Kontest: “Wer hat den lustigsten T-Shirt-Spruch?”. Nach einer kurzen Präsentation der Shirts über den Catwalk gewann unser Ecki den Preis für das beste T-Shirt und passend dazu sogar auch noch für die genaueste Ziellandung. Herzlichen Glückwunsch!

Für die Siegerehrung haben wir sogar unsere Werkstatt hübsch gemacht. Hier konnten wir zusammen Abendessen, Tischtennis spielen und dann bis in die Morgenstunden tanzen.

  • Dekoration
  • Abendessen
  • Abendprogramm
  • Tischtennis

Das Abfliegen ist einer der wichtigsten und spannendsten Events für unsere Mitglieder und es stärkt den Zusammenhalt in unserem Verein. Wir freuen uns, seit diesem Tag auch ein neues Mitglied, Dominique, in unserem Verein begrüßen zu dürfen.

Doch was machen die Mitglieder und Piloten des Fliegerclubs nun im Winter?

Winterschlaf und faulenzen sicher nicht, denn auch da gibt es alle Hände voll zu tun. Jedes Wochenende treffen wir uns in der Werkstatt, säubern, überprüfen und warten Flugzeuge entsprechend unseres “Winterbauprogramms”. Auch die Jüngsten unter unseren Mitgliedern dürfen da mit anpacken. Manche Piloten widmen sich im Winter auch ihrer Theorieausbildung, arbeiten an unserem Flugsimulator oder versuchen Sponsoren für diesen zu gewinnen. 

Alle Mitglieder haben ein gemeinsames Ziel: unsere Flugzeuge und Technik nach einer anstrengenden Flugsaison wieder aufzuhübschen und alles für den Saisonstart im April 2020 vorzubereiten.

Wir sehen uns!

Herbstlehrgang 2019

Viele Oschatzer haben sich gefreut und nicht schlecht gestaunt, dass auch unter der Woche zahlreiche Segelflieger im Herbst am Himmel zu sehen sind. Unser jährlicher Herbstlehrgang fand wieder regen Zuspruch und so trafen sich vom 12.-20.10. ehrenamtliche Fluglehrer, Windenfahrer und Flugschüler auf dem Flugplatz Oschatz.

Bei bestem Schulungswetter konnten die Schüler nahezu jeden Tag fliegen und machten in der Schulung erhebliche Fortschritte. Die eine lernte Starten und Landen, ein anderer das erfolgreiche Meistern von Gefahrensituationen und unser Rico bestand sogar seine B-Prüfung. Herzlichen Glückwunsch!

Unser Fallschirmpacker und Fluglehrer Thomas erklärte wie ein Fallschirm im Notfall zu öffnen und zu nutzen ist. Viele waren überrascht, wie groß doch so ein Fallschirm sein kann! Als Zugabe wurde dann auch das professionelle Zusammenlegen und Packen gezeigt.

Bist du schon einmal auf dem Tower – der Flugverkehrsüberwachung – an einem großen Flughafen gewesen? Wir haben uns das jetzt einmal näher angeschaut und sind begeistert von der herzlichen Aufnahme, der ruhigen Arbeitsweise und grandiosen Aussicht neben all der Technik! Fast der gesamte Fliegerclub Oschatz durfte sich unter Anleitung von Herrn Schrepel den Tower am Flughafen Leipzig/Halle bestaunen. Wir Piloten freuen uns nun zu wissen, mit wem wir da per Funk während des Fliegens kommunizieren. Und hungrig wie wir danach waren, sind wir dann beim Griechen essen gewesen.

Nachdem der Mittwoch und Donnerstag doch recht kalt waren, sind wir alle zusammen ins warme Riff nach Bad Lausick gefahren. Zwischen Wettschwimmen, vom 5 Meter Turm springen und in der Sauna die Seele baumeln lassen, bildeten wir auch Ketten in der Reifenrutsche. Für alle immer spaßig und toll zu sehen wie auch diese Kleinigkeiten den Gruppenzusammenhalt in unserer Jugend stärkt!

Die Tapferen unter uns erledigten auch viele Arbeiten in der Werkstatt. Vom Aufräumen und Sortieren der Lager, über das Sanieren des Fundamentes unserer Halle bis hin zum neuen Sofaaufbau auf unserem Kurbelinchen – wir haben viel geschafft. Unsere zwei Flugschülerinnen Hannah und Patricia lernten sogar das Spleißen. Damit können Sie nun gerissene Seile reparieren und zusammenfügen. Dies braucht Kraft, Ausdauer und auch etwas Gehirnschmalz!

Zwischen den vielen leckeren Mahlzeiten von Angela haben wir auch einen kleinen Ausflug mit dem Rad in die Pilze unternommen. Rund um den Collm fanden wir reichlich Maronen, Steinpilze und jede Menge Champignons. Diese gab es dann selbst zubereitet zum Abendbrot. Nicht zuletzt gab es nach jedem Fliegertag auch ein wärmendes Lagerfeuer oder eine tolle Kurbelinchenausfahrt auf den Hutberg.

Unser großer Dank gilt unserer Küchenfee Angela, die uns jeden Tag frisch und abwechslungsreich bekochte. Ebenso danken wir den zahlreichen Fluglehrern, welche sich die Zeit genommen haben, uns Flugschülern des richtigen Fliegens zu belehren, an die Windenfahrer, die es uns ermöglichten, in die Luft zu kommen und natürlich auch den Startleitern, die dafür sorgten, dass am Start immer alles rund lief. Und das alles organisiert von unserem Jugendleiter Erik. Vielen Dank!

Wir hoffen, dass der nächste Lehrgang genauso schönes Wetter bereithält, wir viel fliegen können und unsere Werkstatt Projekte, wie den Flugsimulator, fertig stellen können.

Am 26.10. feiern wir übrigens unser Abfliegen – den letzten Flugtag für diese Saison. Das ist auch die letzte Chance dieses Jahr noch einen Gastflug zu unternehmen bei schönem Wetter. Hast du Lust?

„Jugend fliegt“ – das Nachwuchs-Event

In seinen Sommerferien war unser Vincent als Helfer mit bei der Erstauflage von „Jugend fliegt“ auf dem Verkehrslandeplatz Eisenach-Kindel mit dabei. Warum dies eine ganz besondere Woche für ihn war, erzählt der Achtzehnjährige nach seiner Rückkehr zum heimischen Flugplatz in einem Interview.

„Hallo Vincent. Schön, dass du dir die Zeit nimmst.“

Erzähl uns doch erstmal, was „Jugend fliegt“ überhaupt ist.

„Das „Jugend fliegt“ war ein siebentägiges Jugendlager der Luftsportjugend des Deutschen Aeroclubs für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, bei dem alle Luftsportarten vorgestellt und ausprobiert werden konnten. Also vom Drachenfliegen, Ballonfahren, Segelflug, Motorflug, Kunstflug, Fallschirmspringen und auch Flugmodellbau war alles vertreten. Es gab auch eine Berufsmesse für alle teilnehmenden, wo namhafte Arbeitgeber aus der Luft- und Raumfahrtbranche über eine mögliche Karriere informierten. Das war ziemlich interessant.“

Und was war deine Aufgabe bei diesem Event?

„Ich hatte mich als Helfer für den Flugbetrieb eingetragen. Das heißt, ich habe die Flugzeuge auf den Start vorbereitet und nach der Landung wieder mit zurückgebracht, damit der nächste Interessent seine Chance auf einen Mitflug bekommt. Zudem habe ich natürlich auch die ankommenden Fluggäste betreut und sie auf ihr bevorstehendes Erlebnis vorbereitet, bzw. beim Einsteigen und Anschnallen geholfen.“

Wie bist du eigentlich darauf gekommen, bei diesem Event mitzuhelfen?

 „Ein guter Freund und Fliegerkamerad aus Großrückerswalde hatte davon im Internet erfahren und mich gefragt, ob ich nicht auch mit ihm eine Woche die Luftsportjugend dabei unterstützen möchte, junge Menschen von der Luftfahrt zu begeistern. Das klang für mich richtig interessant und so haben wir uns zusammen als Helfer angemeldet.“

Was war für dich persönlich ein echtes Highlight dieser Woche?

„Auf jeden Fall waren die Ballonstarts am Abend und am Morgen phänomenal. Das ist schon sehr beeindruckend, wenn man so viele Ballone auf einmal starten sieht. Ich habe mir das jedes Mal sehr gerne angeschaut.

Außerdem hat mich das Kunstflugprogramm von Mike Rottland (Deutscher Meister im Motorkunstflug) mit seiner Extra 300 total gefesselt. Er hat eine richtig gute Vorführung gezeigt und es sogar mit Rauch hinter dem Flugzeug noch spektakulärer gemacht. Einfach der Wahnsinn!

Ach ja und als kleines Dankeschön, durfte ich sogar auch einmal im Segelflugzeug mitfliegen. Das war echt nett von der restlichen Helfer-Crew und ich fand es toll, nach meinen drei Wochen Urlaub endlich wieder im Cockpit zu sitzen. Nochmal danke dafür an dieser Stelle!“

Welches Ziel hatte denn die Erstauflage des Jugendlagers?

„Die Idee dahinter war, dass wir Kinder und Jugendliche für die Luftfahrt begeistern und ihnen die Möglichkeiten in den vielseitigen Luftsportarten vorstellen. Vielleicht sogar mit dem Effekt, dass einige von ihnen später in Vereinen aktiv werden und Teil der Luftsportjugend in Deutschland werden.“

Im F-Schlepp über Eisenach-Kindel

Du bist selbst leidenschaftlicher Segelflieger. Wie würdest du junge Leute in deinem Alter für die Luftfahrt begeistern?

„Nur davon erzählen bringt nichts. Man muss seine Leidenschaft den anderen direkt vermitteln. Ich sage immer, kommt einfach auf den Flugplatz, fliegt mal eine Runde mit und ihr werdet sehen, dass man davon so schnell nicht wieder loskommt. Also einfach mal die Leute ins kalte Wasser schmeißen und sie mit dem Fliegervirus infizieren. Das ist meine Strategie.“

Sind denn Jugendliche überhaupt noch für das Fliegen zu begeistern oder sind Computerspiele und rauschende Partys viel interessanter?

„Ich denke schon, dass großes Interesse für die Fliegerei besteht. Wer träumt als Kind nicht vom Fliegen oder ist zumindest davon fasziniert? Wichtig ist nur, dass in den Vereinen, die junge Leute werben wollen, die Altersstruktur stimmt. Andere Jugendliche ziehen bei sowas auch immer. Dann muss natürlich das Vereinsklima stimmen, man muss das Leben im Verein und den Luftsport an sich attraktiv gestalten. Und wo kann man denn schon so eine Party schmeißen, wie auf dem Flugplatz wo man Platz hat und keinen stört?“

Was ist dein Fazit aus einer Woche „Jugend fliegt“?

„Mir hat es auf jeden Fall gefallen. Es war für mich sehr interessant, neues zu entdecken. Man trifft neue Leute und verknüpft sich untereinander. Auch mal die vielen Facetten des Luftsports kennenzulernen, die man sonst nicht so miterlebt, war eine Bereicherung für mich.

Wir haben den Teilnehmern ein recht breites Angebot an Möglichkeiten aufzeigen können und ich denke, dass auf so manchen der Funke der Begeisterung für den Luftsport übergesprungen ist. Für mich war es also eine rundum gelungen Woche und ich bin stolz ein Teil davon gewesen zu sein.“

Vielen Dank, Vincent, für den kleinen Einblick und vielleicht kannst du uns ja mit deinen gewonnen Erfahrungen beim Fliegerclub Oschatz e.V. unterstützen.

Wenn Drachen Segelfliegen lernen… der Sommerlehrgang 2019 beim Fliegerclub Oschatz e.V.

Ein grandioser Sommerlehrgang ist schon wieder vorbei. Die Vereinsmitglieder des Fliegerclub Oschatz e.V. nutzten die erste Ferienwoche für eine spannende und motivierende Flugausbildung, feierten reichlich und entspannten in der eigenen Summerlounge.

Sommerlounge

Das bomben Wetter und der  unermüdliche Einsatz der ehrenamtlichen Fluglehrer verhalfen unseren vielen motivierten Flugschülern jede freie Minute in der Luft schwebend zu verbringen. Zudem durften wir den Habicht e.V. bei uns begrüßen, der sein jährliches Modellbau- und Modellflugcamp auch dieses Jahr wieder auf unserem Platz aufgeschlagen hat. Jeden Flugtag versuchten unsere Flugschüler ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen oder zu übertreffen. Das gelang mal mehr und mal weniger gut, dafür immer mit reichlich Spaß und Freude. Mal gab es keine Thermik oder der Fluglehrer simulierte einen Seilriss. Dann reichte die Höhe nur zu einer kurzen Platzrunde und die Flugschüler sammelten reichlich Erfahrung im Starten und Landen. Und wenn es mal nur zu einer Platzrunde gereicht hat, da das Wetter keine Thermik hergeben wollte oder die Fluglehrer ihren Spaß damit hatten ein paar Seilrisse zu simulieren, hat jeder Flugschüler so aus diesen Flügen sehr viel Erfahrungen gesammelt.

Am Mittwoch haben sich Vincent, Niclas, Erik und Marco mit bester Thermik und schönem Wetter gleich zu einem Streckenflug im Team zu Erfolg verleiten lassen. Alle vier flogen vorbei an Grimma und Leipzig nach Laucha. Zurück ging es dann wieder mit Rückenwind nach Oschatz. Und neben den fliegerischen Ambitionen haben wir in der flugfreien Zeit auch sehr viel Spaß gehabt. An einem Tag hat der Verein für alle eine Kanutour in einem Drachenboot beim Kanuheim Bischofswiese organisiert.  Mit Ruder bestückt und vollkommen nass gespritzt kämpften sich Flugschüler und –Lehrer mehrere Kilometer durch das Wasser. Vor den Augen des Ferienlagers vom Anglerverein Leipzig bewiesen sie sich mit einem grandiosen Rennen über 400m. Und die Anstrengung wurde belohnt – die Piazza Toscana in Oschatz verköstigt uns mit bester Bewirtung.

Kanufahrt in Bischofswiese

Die anderen Abende wurden meist am Volleyballnetz verbracht oder vor der selbst aufgestellten Kinoleinwand am Pool. Und wer dann immer noch zu viel Energie hatte tüftelte tatkräftig in der vereinseigenen Werkstatt an unserem Flugsimulator. Rundum war dieser Sommerlehrgang ein voller Erfolg und wir sind noch immer überwältigt von der Begeisterung, Sportlichkeit und dem Ehrgeiz den unsere Flugschüler und ehrenamtlichen Fluglehrer an den Tag gelegt haben!

Volleyball auf dem Flugplatz

Ein großer Dank geht nach dieser tollen und anstrengenden Woche deshalb an die Windenfahrer, Flugleiter, Fluglehrer und sonstiges sicherstellendes Personal. Alle haben sich dafür extra Urlaub genommen. Ein großer Dank geht auch an Erik, unseren Jugendleiter, für die gesamte Organisation und unsere liebe Angela, die uns Tag für Tag frisch und abwechslungsreich verköstigte.

Wir freuen uns jetzt schon auf den kommenden Herbstlehrgang vom 12.10.-20.10. diesen Jahres. Pläne und Ziele haben wir ja schon viele…

Gemeinsamer Streckenflug

Wer jetzt Lust auf einen Rundflug im Segelflugzeug oder Motorflugzeug bekommen hat, der kann jedes Wochenende bei gutem Wetter gern einmal vorbeischauen und mitfliegen oder uns einfach einmal so besuchen. Der Fliegerclub Oschatz e.V. freut sich auf euch!

Oschatzer landen unter den TOP 10 – Landesjugendvergleichsfliegen

Drei unserer Nachwuchspiloten haben sich beim 19. Sächsischen Landesjugendvergleichsfliegen (LJVF) in Görlitz gemessen. Für die meisten Teilnehmer ist dies die erste Möglichkeit, um Wettbewerbsluft zu schnuppern und ihre theoretischen sowie fliegerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Drei Tage lang war der Flugplatz am Fuß der Landskrone Heimat der jungen Segelflieger aus Sachsen. So auch die von Niclas, Vincent und Elias – die als (ehemalige) Flugschüler unseren Fliegerclub Oschatz e.V. dort vertraten.

Einweisungsflug
Einweisungsflug

Sie starteten mit unserem SZD-30 Pirat, in dem sie auch im Vorfeld schon am heimischen Flugplatz üben durften. Es ist schön, dass unser Verein die Jugendgruppe z.B. mit dem Transport des Piraten dank Kisi unterstützt, denn das ist nicht selbstverständlich.

Insgesamt traten 30 Teilnehmer aus knapp 10 Vereinen an, um das, was sie in ihrer Flugausbildung gelernt haben, vor einer offiziellen Jury zu zeigen. Trotz sahara-ähnlichem Wetter – 40 Grad und pralle Sonne – gaben sich die 14- bis 25-Jährigen alle Mühe, beim Wettbewerb möglichst wenig Fehlerpunkte mitzunehmen.

Unsere Jugend beim LJVF
Unsere Jugend beim LJVF

Der Wettkampftag startete bereits um 6:30 Uhr, denn es galten 90 Starts insgesamt, also 3 Wertungsdurchgänge pro Teilnehmer zu absolvieren. Leider machte uns die Technik am Boden zu schaffen, weshalb sich die Wertung nur auf zwei Durchgänge beschränkte. Immerhin mussten wir dann dadurch 3 Stunden weniger im Flieger schwitzen – und waren „schon“ um 19:30 Uhr mit dem offiziellen Wettkampf fertig.

Am Ende des Tages konnten wir einen Oschatzer unter den Top 10 verbuchen und feierten dies mit dem gesamten Team und den anderen Teilnehmern.

TeilnehmerInnen des LJVF in Görlitz
TeilnehmerInnen des LJVF in Görlitz

Besten Dank an unsere Jungs für ihr Engagement und viel Erfolg im nächsten Jahr – Ziel: Bundesjugendvergleichsfliegen.

Autoren: Stephanie Köchel und Erik Simon