HappyYear

Ein frohes und gesundes neues Jahr 2019!

Neujahr

Auch wenn das neue Jahr schon ein paar Tage alt ist, möchten wir, die Mitglieder des Fliegerclub Oschatz e.V., euch alles Gute wünschen! Auf eine unfallfreie, thermik- und ereignisreiche Saison!

Was die Ereignisse angeht, so werfen schon die ein oder anderen Highlights in diesem Jahr ihre Schatten voraus. So wird auch dieses Mal wieder das Festival AiREA 24 mit Fliegerfestcharackter auf unserer Wiese stattfinden. Desweiteren sind auch ein Airlebniswochenende sowie das 3. Oschatzer Oldtimertreffen geplant. Also bleibt gespannt…

Wir schauen auf jeden Fall schon mit großen Erwartungen auf den Saisonstart Anfang April.

Blanik D-9196 Halle

Nach der Flugsaison ist vor der Flugsaison

Nachdem wir im Sommer die Wochenenden zum Fliegen nutzen, warteten mit Beginn des Winters auch wieder die fürs Fliegen notwendigen Wartungsarbeiten auf uns. Normalerweise hätte am 28. Oktober unser traditionelles Abfliegen mit Ziellandewettbewerb stattgefunden, bei dem jeder Pilot seine fliegerischen Fähigkeiten beim punktgenauen Landen unter Beweis stellen kann, was wir aufgrund der winterlichen Temperaturen leider ausfallen lassen mussten.

So hatten wir fast den gesamten Tag damit verbracht, unsere Flugzeuge auseinanderzubauen oder, wie es im Fachjargon heißt, „abzurüsten“. Das bedeutet, dass die Tragflächen, sowie Teile des Leitwerks vom Rumpf der Segelflugzeuge getrennt werden und in unserem Hangar verstaut werden, bevor sie dann über die Wochenenden des Winters verteilt alle nacheinander in unsere Werkstatt kommen, wo eventuell angefallene Reparaturarbeiten durchgeführt werden und vor allem eine grundlegende Inspektion aller einzelnen Flugzeugkomponenten von unseren fachkundigen Vereinsmitgliedern vorgenommen wird. Eine Hauptarbeit dabei ist, die gesamte Oberfläche von Rumpf und Tragflächen in aufwändiger Handarbeit zu reinigen und zu polieren, wobei es immer vieler fleißiger Helfer bedarf, welche an den Wochenenden zahlreich auf dem Flugplatz mithalfen. So trafen wir uns also während des gesamten Winters jeden Samstag und manchmal sogar sonntags in der gut beheizten Werkstatt, um zusammen unseren Flugzeugpark wieder auf Vordermann zu bringen und unsere fliegerischen Erfahrungen dabei auszutauschen und uns gemeinsam schon auf den baldigen Saisonstart im Frühling zu freuen. Dabei kam natürlich auch ein gemütliches Zusammensitzen bei einem leckeren Mittagessen nie zu kurz.

Im Spätwinter gab es dann schließlich auch noch eine Neuanschaffung des Fliegerclubs zu bestaunen. Und zwar haben wir uns nach längerem Überlegen dazu entschlossen, eine zweite H4-Seilwinde für unseren Flugplatz anzuschaffen, welche im Februar von ihrem alten Standort in Slowenien zu unserem Flugplatz in Oschatz transportiert wurde. Auf die Weise können wir verhindern, dass ein schwerer technischer Defekt an unserer vorhandenen Winde einen Segelflugbetrieb unmöglich macht und uns somit im Notfall vor einem frühzeitigen Ende der Flugsaison retten würde. Vor wenigen Wochen wurde dann wiederum unsere alte H3-Winde aus den 60er-Jahren verkauft, welche bei uns leider aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden durfte und wegen geringerer Zugkraft und hoher Umweltbelastung für unseren Flugbetrieb auch keine sinnvolle Lösung mehr darstellte. So wird sie ihre alten Tage nun in einem Verein in Kroatien verbringen.

Bericht: Vincent Löffler und Niclas Dannemann

Alle Bilder vom Winterbauprogramm gibt’s hier zum Durchklicken:


Fliegerclub Oschatz Jugend im Spaßbad Riff

Sommerlehrgang beim FCO

Letzte Woche fand unser alljährlicher Sommerlehrgang am heimischen Platz statt. Geplant war eine komplette Woche vom 24. Juni bis zum 02. Juli für Schulung und Streckenflüge. Doch bevor das alles so richtig losgehen konnte, standen noch andere Dinge auf dem Programm. Am Freitag, dem 23. Juni, besuchten uns die Sieger des diesjährigen 18. Spitzstein-Drachenbootcups, die bei uns ihren Preis (einmal mit dem Segelflugzeug abheben) einlösen wollten.Briefing beim Fliegerclub Oschatz
Mit vier Doppelsitzern versuchten wir den über 40 Gästeflügen Herr zu werden, was uns trotz kleinerer Probleme mit der Windentechnik gut gelang. Nach getaner Arbeit gab‘s dann noch für alle Beteiligten Freibier und was leckeres vom Grill.

Und dann ging es erst richtig los…

Am darauffolgenden Tag war die Wetter-Prognose sehr durchwachsen, sodass die Hoffnungen auf ausgedehnte Strecken- und Thermikflüge fast verflogen. Trotz des ständig starken Windes, teilweise bis zu 11 m/s in Böen, Regenschauern, Gewittern und eher herbstlichen Temperaturen, war es am Ende doch ein überraschend großer Erfolg. Wer hätte Anfang der Woche gedacht, dass wir jeden Tag zehn Flugschüler früh zum Briefing begrüßen und auch beschulen dürfen? Aber genau das war jeden Morgen der Fall. Zu den Schülern und Lehrern gesellten sich dann noch ein Flugleiter und zwei Windenfahrer, denn unser Tobi hat seine Windenausbildung endlich zum Abschluss gebracht. Wieder einer für den Bock am anderen Platzende mehr. Super Sache, Tobi! Damit jeder Schüler auch genug Starts bekam und glücklich wurde, hatten wir die Tage bis teilweise 9 Uhr abends verlängert. Nächtlicher SpleißlehrgangWenn schon kein Sonnenaufgangsfliegen, dann wenigstens bis in den Sonnenuntergang! Vor jedem größeren Schauer spielten wir Segelflug-Mikado… das ist nichts anderes als ein schnelles Einräumen aller Segelflugzeuge in die Halle bevor sie nass werden. Am Ende staunten wir nicht schlecht mit welchen teils wüsten Varianten die Segelflugzeuge eingeräumt werden können und trotzdem noch alles in die Halle passt. Ihr hättet die Gesichter der alten Hasen sehen müssen…

Jede Menge bestandene Prüfungen

Doch was zählt, ist das Fliegen und da gab es viel zu feiern. Jan schaffte seine A-, Gabriel seine C-Prüfung und Vincent absolvierte endlich seine F-Schleppausbildung. Unsere drei neuen Flugschüler Patricia, Max und Max kamen ein großes Stück in der Anfängerschulung voran. Alles in allem hat sich jeder in den paar Tagen ganz schön gesteigert. Klasse Leute! Genau dafür ist ein Lehrgang da.

Gartengestaltung, Freilichtkino und Spaßbad um nur einige tolle Aktionen zu nennen

Wenn das Wetter dann doch mal nicht so geeignet zum Fliegen war, gab’s dennoch genug zu tun. Sei es Theorieunterricht, nach dem unser neuer Max förmlich gebettelt hat, Hecken verschneiden, Rasenmähen, Tore streichen und Windenseile neu aufzuziehen oder zu spleißen. Und neben der ganzen Arbeit darf das Vergnügen auch nicht zu kurz kommen. Deswegen unternahmen wir einen Nachmittag im Spaßbad Riff, aßen lecker Abendessen beim Italiener in der Stadt und gönnten uns am Abend ein Outdoor-Sommerkino mit Asterix und Obelix. Und auch die Sportlichen unter uns kamen nicht zu kurz mit Tischtennis, Fußball und in den Abendstunden, wenn der Wind etwas nachließ, sogar noch Federball.

Nun noch etwas in eigener Sache: Nochmal ein riesen Dankeschön DDR Lommatsch Libellean alle beteiligten Personen, die den Lehrgang ermöglicht haben. Danke Richard für die Organisation als Lehrgangsleiter, an unsere Angela für die wunderbare Verpflegung, die uns jeden Tag ordentlich den Bauch füllte. Aber ganz besonders möchte ich der Jugendtruppe danken, die bei allen Dingen begeistert und mit vollem Tatendrang dabei war und angepackt hat. Da kommt schon eine ganz andere Dynamik zu Stande und das kann auch gerne weiterhin so bleiben. Sei es Küchendienst oder Flugbetrieb, Baustunden oder einfach nur Spaß haben, ihr wart euch für nichts zu schade. Letztendlich haben wir es euch zu verdanken, dass der Lehrgang trotz des miesen Wetters so ein Erfolg war, denn ihr habt ihn maßgeblichen mitgestaltet. Am Ende der Woche sind wir doch zu einer richtig guten Gruppe zusammengewachsen.
Bleibt nur noch zu sagen: Auf einen ebenso schönen und erfolgreichen Herbstlehrgang mit hoffentlich besserem Wetter!

Alle Bilder vom Sommerlehrgang gibt’s hier zum durchklicken:


Remorqueur und Falke in Finsterwalde

Zwischen Erdbeertorte und Räucherhähnchen

Auch am vergangenen Wochenende war wieder einiges auf dem frisch gemähten Flugplatz Oschatz los. Der Samstag war durch den ziemlich starken Wind leider nicht zum Fliegen Falke SF25 A D-KNIN mit Erik in Finsterwaldegeeignet, was uns aber nicht daran hinderte, dennoch so einiges zu tun. So war eine ausgiebige Objektpflege auf dem Programm, Unterricht in Navigation für die Flugschüler und noch eine besondere Aktion. Durch die Steife Briese aus Nord-West hatte es unseren Windsack entschärft, denn ein Ring hatte sich, wahrscheinlich auch altersbedingt, vom Rest gelöst und flatterte, nur noch an ein paar Nähten hängend,  im Wind daher. Also musste der Windsack vom Dach geholt und ein neuer bestellt werden.

Die viele Arbeit wurde dann zum Kaffeetrinken mit einem ordentlichen Stück Erdbeerkuchen belohnt, wo natürlich alle fleißig zugriffen. Abends gab’s dann noch selbst geräuchertes zu Thomas Geburtstag.

Happy Birthday Thomas!

Der Sonntag hingegen war perfekt zum Fliegen geeignet,Remorqueur im Flug D-EHDR auch wenn die hohen Temperaturen uns zu schaffen machten. Niclas flog das erste Mal dieses Jahr wieder alleine im Blanik, Marco machte Strecke mit der LS7 und Richard und Erik unternahmen eine kleine Tour mit der Remo sowie dem Falken nach Finsterwalde-Heinrichsruh. Über´s Neuseenland und dem Flugplatz Welzow ging es dann wieder nach Hause. Beide waren fest der Meinung, dass der Flug sehr schön war und das Wetter, auch wenn die Thermik die zwei ordentlich ärgerte, ideal für so eine kleine, entspannte Runde war.

Alles in allem also ein gelungenes Wochenende. Lassen wir uns überraschen, was der Sommerlehrgang nächste Woche bringt…

Alle Bilder zum durchklicken:


Lehrerlehrgang 2016

Fluglehrer Lehrgang 2016

Acht zukünftige Fluglehrer werden in diesen Tage auf dem Flugplatz in Oschatz ausgebildet. Sieben aus Sachsen, einer aus Thüringen. „Sachsens Fluglehrer werden in Oschatz gemacht“, betont der Vereinsvorsitzende Jan Simon. Schon seit 2007 werden hier alle zwei Jahre neue Fluglehrer ausgebildet. 14 Tage lang gibt es für die Fluglehrer-Anwärter einen straffen Unterrichtsplan, der nicht nur Praxis, sondern auch die Theorie beinhaltet.

Zweiwöchige Ausbildung auf dem Flugplatz endet heute mit Prüfung.

„Wir hatten namhafte Referenten aus dem Segelflug bei uns, die hier unterrichtet haben“, sagt Vereinsmitglied Angela Pollmer aus Oschatz. Eine solche Ausbildung ist mit viel Aufwand verbunden. Zwischen acht und zehn ist eine optimale Teilnehmerzahl. Doch um hier überhaupt die Ausbildung und Prüfung absolvieren zu können, mussten bereits vorab einige Voraussetzungen erfüllt werden. „Um eine Fluglehrerausbildung zu machen, müssen bereits 100 Flugstunden und 200 Starts hinter jedem Teilnehmer liegen. Vor der Teilnahme müssen im eigenen Verein bereits 20 Eingewöhnungsflüge vom hinteren Teil des Segelfliegers durchgeführt worden sein. Es ist eine ganz andere Sitzposition. Von hinten fliegt man ja sonst nicht und sieht auch einiges weniger. Nachwuchs ist bei den Fluglehrern immer gefragt. Ich wurde selber gut ausgebildet und will nun in die Fußstapfen meiner Fluglehrer treten“, sagt Fluglehrer-Azubi Sebastian Hertel aus Auerbach im Vogtland.
Die anderen Teilnehmer stammen aus Zwickau, Großrückerswalde, Klix, Thüringen und Oschatz. In Oschatz wurden schon knapp 50 Lehrer ausgebildet. Einer der Ausbilder ist Professor Karl-Heinz Dannhauer vom Luftsportverband Sachsen.

„Der Auszubildende muss die Fehler, die ich bei den Flügen natürlich einbaue, erkennen und mir als Fluglehrling sagen, wie ich diese Fehler korrigiere“, so der Ausbildungsleiter.

Im Lehrgang haben die zukünftigen Fluglehrer 20 Starts, darunter Windenstarts und Flugzeugschlepp. Ob sie das auch verinnerlicht haben, zeigt die Prüfung. Diese übernehmen andere Lehrer Uhlig aus Chemnitz vom Flugplatz Großrückerswalde sieht der Prüfung gelassen entgegen. Mit 14 hat er mit der Fliegerei begonnen, mit 16 hatte er bereits seine Lizenz in der Tasche. Bei der Bundeswehr war er Sportsoldat im Segelflug. Als nächster Schritt folgt nun die Fluglehrerausbildung. „Das Fliegen ist vergleichbar mit dem Autofahren. In der Fahrschule macht man noch alles akkurat. Wenn man dann alleine fährt, wird man nachlässiger. Jetzt lernt man, es aus dem Blickwinkel des Lehrers zu sehen. Bisher bekomme ich die Fehler, die die Fluglehrer einbauen, relativ gut mit. Ich bin gespannt, wie mit drei Starts. Der 20-jährige Markus es werden wird, wenn es echte Flugschüler sein werden.“
Die diesjährigen Teilnehmer haben schon ein gutes Wissen vom Fliegen, sagt Fluglehrer Lutz Kern, Geschäftsführer vom Landesluftsportverband Sachsen. Stolz sind die Oschatzer, dass in diesem Jahr eine Segelfliegerin aus Oschatz an der Ausbildung teilnimmt. Elisabeth Landsteiner ist Berufssoldatin in Leipzig. Oft wurde sie bereits gefragt, ob sie diese Ausbildung nicht machen wolle. Anfangs ging es aufgrund des Studiums und der Familienplanung nicht. Doch nach einer Absprache mit der Familie hat sie sich jetzt dafür entschieden. „Die Anfangsphase ist ungewohnt. Doch die eigenen Fertigkeiten werden dadurch verbessert. Das Lehren ist ganz anders, doch es läuft bisher ziemlich gut. Auch das Klima auf dem Lehrgang ist super“, so Elisabeth Landsteiner.
Um sich ein eigenes Bild von der Ausbildung zu machen, besuchte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar den Segelflugplatz in Oschatz. Kretschmar saß noch nie in einem Segelflieger. Er lacht. „Ich muss das auch nicht haben. Aber ich bewundere die Piloten. Sie machen es nicht nur als Hobby, sondern sind ein fester Bestandteil der Stadt und beteiligen sich als Verein. Im Sommer sind oft Segelflieger aus anderen Vereinen hier in Oschatz. In diesem Jahr konnte ich auf dem Platz Gäste aus unserer Partnerstadt Blomberg begrüßen“, so der Oberbürgermeister.
Heute steht für die Auszubildenden die Prüfung an. In drei Flügen müssen sie ihr Können als Fluglehrer unter Beweis stellen.

Von Kristin Engel

Quelle: OSCHATZER ALLGEMEINE | SONNABEND / SONNTAG, 15./16 OKTOBER 2016 | NR. 242 | SEITE 13

Schneverdingen 15

Fliegerlager Schneverdingen

In diesem Jahr entschlossen sich einige Oschatzer Segelflieger ein auswertiges Fliegerlager durchzuführen. Wir entschieden uns für den Flugplatz Höpen in der Lüneburger Heide. Am 03.08.2013 setzten sich 8 Flieger, zum Teil mit Familie, von Oschatz aus in Bewegung. Nach ca. 5 stündiger Fahrt wurden wir von den Fliegerfreunden aus Schneverdingen, welche wir zum Teil aus gemeinsam besuchten Wettkämpfen kannten, sehr freundlich empfangen.

Nachdem wir unsere Quartiere bezogen hatten, wurden wir gleich zu einem Junggesellenabschied eingeladen. Am nächsten Tag führten wir unsere Einweisungsflüge durch und einige wurden in die Bedienung der gut motorisierten Winde eingewiesen, damit wir in den folgenden Tagen den Flugbetrieb eigenständig absichern konnten. Schneverdingen 8Leider entwickelte sich das Wetter in den nächsten Tagen sehr wechselhaft, so dass wir nur an drei Tagen einen Flugbetrieb durchführen konnten. Auch blieben die großen Streckenflüge, welche wir uns aus der Heide vorgenommen hatten leider aus. Dafür wurden unsere drei Flugschüler auf ihrem ersten Fliegerlager gut bedient. So wurden in den drei Tagen einige Strecken zwischen 100–150 km geflogen. Wir alle waren begeistert, wie schnell nach einem Regen die Thermik in der Heide wieder einsetzt. An den Regentagen besuchten wir ein Panzermuseum und sahen uns Städte wie Lüneburg und Soltau an. Uns allen hat es auf dem Flugplatz Höpen sehr gut gefallen, auch den „Nichtfliegern“ wurde es nie langweilig.

Auch an dieser Stelle noch einmal unseren herzlichen Dank nach Schneverdingen. „Wir kommen wieder – versprochen“!

Alle Bilder zum durchklicken: