Abfliegen

Auch wenn der Windsack an unserem Flugplatz noch weht – seit letzter Woche ist die Flugsaison 2019 leider schon wieder vorbei. Seufz! Doch immerhin haben wir das gebührend beim “Abfliegen” gefeiert.

Doch was ist das eigentlich, dieses Abfliegen? Es ist wie der Aschermittwoch im Karneval oder das Abgrillen der Ostfriesen – ein Fest, das den letzten Tag der Saison markiert und bei dem die letzten Gastflüge des Jahres stattfinden. Aber keine Sorge – die nächsten Flugzeuge werden schon ab April 2020 wieder starten.

In unserem Verein wird dieses Fest begleitet von Wettbewerben und so dürfen unsere Oschatzer Flieger sich beim alljährlichen, traditionellen Ziellandewettbewerb messen. Dabei muss der Pilot so nah wie möglich an der Landebahnschwelle landen, die durch das Lande-T markiert ist. Jeder Pilot hat nur einen Versuch. 

  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb

Am Ende des Tages werden dann die Gewinner des Wettbewerbs bestimmt. Auch der Verlierer oder das “Schlusslicht” des Wettbewerbs wird “hervorgehoben”, indem er die “Rote Laterne” von seinen Fliegerkollegen überreicht bekommt.

Siegerehrung
Siegerehrung

Neben dem Ziellandewettbewerb gab es noch weitere spannende Wettbewerbe, wie den Gummistiefelweitwurf, Darts und unseren diesjährigen Motto-Kontest: “Wer hat den lustigsten T-Shirt-Spruch?”. Nach einer kurzen Präsentation der Shirts über den Catwalk gewann unser Ecki den Preis für das beste T-Shirt und passend dazu sogar auch noch für die genaueste Ziellandung. Herzlichen Glückwunsch!

Für die Siegerehrung haben wir sogar unsere Werkstatt hübsch gemacht. Hier konnten wir zusammen Abendessen, Tischtennis spielen und dann bis in die Morgenstunden tanzen.

  • Dekoration
  • Abendessen
  • Abendprogramm
  • Tischtennis

Das Abfliegen ist einer der wichtigsten und spannendsten Events für unsere Mitglieder und es stärkt den Zusammenhalt in unserem Verein. Wir freuen uns, seit diesem Tag auch ein neues Mitglied, Dominique, in unserem Verein begrüßen zu dürfen.

Doch was machen die Mitglieder und Piloten des Fliegerclubs nun im Winter?

Winterschlaf und faulenzen sicher nicht, denn auch da gibt es alle Hände voll zu tun. Jedes Wochenende treffen wir uns in der Werkstatt, säubern, überprüfen und warten Flugzeuge entsprechend unseres “Winterbauprogramms”. Auch die Jüngsten unter unseren Mitgliedern dürfen da mit anpacken. Manche Piloten widmen sich im Winter auch ihrer Theorieausbildung, arbeiten an unserem Flugsimulator oder versuchen Sponsoren für diesen zu gewinnen. 

Alle Mitglieder haben ein gemeinsames Ziel: unsere Flugzeuge und Technik nach einer anstrengenden Flugsaison wieder aufzuhübschen und alles für den Saisonstart im April 2020 vorzubereiten.

Wir sehen uns!

Jugend in der Werkstatt

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Die Saison ist schon länger Geschichte und das heißt für die meisten Segelflieger auf dieser Erde häufig, Steuerknüppel gegen Polierwatte und diverses Werkzeug zu tauschen. So auch bei uns. Die Werkstatt ist gut gefüllt mit unseren Vereinsmaschinen und so manches Klubmitglied verirrt sich an diesen grauen Tagen auf den Flugplatz, um bei der Winterwartung zu helfen. Ein Grund dafür mag vielleicht auch sein, dass unsere Angela uns zum Mittagessen an den Baudiensttagen immer emsig beköstigt. Danke dafür!

Besonders erfreulich ist dabei aber auch, dass sich unsere Flugplatzjugend ebenfalls fleißig mit an den Wartungsarbeiten beteiligt, wenn sie nicht gerade dem Theorieunterricht lauschen muss. Denn auch hier gilt der Grundsatz: viele Hände, schnelles Ende. Deswegen schätzen wir das Engagement unserer Nachwuchspiloten sehr und hoffen für die Zukunft, dass sie weiterhin so tatkräftig mit anfassen.

Eislaufen Jugend
Eislaufen mit der Jugend

Wie auch im Sommer, steht natürlich nicht nur unser gemeinsames Hobby auf der Tagesordnung, sondern auch das Miteinander und die Geselligkeit innerhalb des Vereins mit ganz oben auf der Liste. Als Beispiel kann da zum Beispiel unsere kürzlich stattgefundene Weihnachtsfeier genannt werden. Wir besichtigten das Geophysikalische Observatorium auf dem Collm, unweit unserer Platzkante und lernten so manches über die historische und moderne Erdbebenforschung. Anschließend ließen wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer auf dem Flugplatz mit Glühwein und Bratwurst ausklingen. Auch unsere Jugend hatte nach einem Tag Werkstattdienst am Samstag zuvor noch nicht genug und betätigte sich sportlich auf der Eisbahn im Freizeitzentrum Freital. Natürlich ist es immer schwer, alle unter einen Hut zu bekommen, da durch Arbeit und Privatleben so manch einer Verpflichtungen hat. Dennoch war es schön sechs Leute für diesen Ausflug zu begeistern. Nach etlichen Kilometern auf dem Eis, war der Kohldampf natürlich sehr groß und so wurde beschlossen, auf dem Rückweg noch beim Chinesen das All-you-can-eat-Buffet abzugreifen. Alles in allem war es nach einem arbeitsreichen Werkstatttag also gelungener Abschluss des vorweihnachtlichen Samstages.

Alle Bilder vom Winterbauprogramm gibt’s hier zum Durchklicken:

Blanik D-9196 Halle

Nach der Flugsaison ist vor der Flugsaison

Nachdem wir im Sommer die Wochenenden zum Fliegen nutzen, warteten mit Beginn des Winters auch wieder die fürs Fliegen notwendigen Wartungsarbeiten auf uns. Normalerweise hätte am 28. Oktober unser traditionelles Abfliegen mit Ziellandewettbewerb stattgefunden, bei dem jeder Pilot seine fliegerischen Fähigkeiten beim punktgenauen Landen unter Beweis stellen kann, was wir aufgrund der winterlichen Temperaturen leider ausfallen lassen mussten.

So hatten wir fast den gesamten Tag damit verbracht, unsere Flugzeuge auseinanderzubauen oder, wie es im Fachjargon heißt, „abzurüsten“. Das bedeutet, dass die Tragflächen, sowie Teile des Leitwerks vom Rumpf der Segelflugzeuge getrennt werden und in unserem Hangar verstaut werden, bevor sie dann über die Wochenenden des Winters verteilt alle nacheinander in unsere Werkstatt kommen, wo eventuell angefallene Reparaturarbeiten durchgeführt werden und vor allem eine grundlegende Inspektion aller einzelnen Flugzeugkomponenten von unseren fachkundigen Vereinsmitgliedern vorgenommen wird. Eine Hauptarbeit dabei ist, die gesamte Oberfläche von Rumpf und Tragflächen in aufwändiger Handarbeit zu reinigen und zu polieren, wobei es immer vieler fleißiger Helfer bedarf, welche an den Wochenenden zahlreich auf dem Flugplatz mithalfen. So trafen wir uns also während des gesamten Winters jeden Samstag und manchmal sogar sonntags in der gut beheizten Werkstatt, um zusammen unseren Flugzeugpark wieder auf Vordermann zu bringen und unsere fliegerischen Erfahrungen dabei auszutauschen und uns gemeinsam schon auf den baldigen Saisonstart im Frühling zu freuen. Dabei kam natürlich auch ein gemütliches Zusammensitzen bei einem leckeren Mittagessen nie zu kurz.

Im Spätwinter gab es dann schließlich auch noch eine Neuanschaffung des Fliegerclubs zu bestaunen. Und zwar haben wir uns nach längerem Überlegen dazu entschlossen, eine zweite H4-Seilwinde für unseren Flugplatz anzuschaffen, welche im Februar von ihrem alten Standort in Slowenien zu unserem Flugplatz in Oschatz transportiert wurde. Auf die Weise können wir verhindern, dass ein schwerer technischer Defekt an unserer vorhandenen Winde einen Segelflugbetrieb unmöglich macht und uns somit im Notfall vor einem frühzeitigen Ende der Flugsaison retten würde. Vor wenigen Wochen wurde dann wiederum unsere alte H3-Winde aus den 60er-Jahren verkauft, welche bei uns leider aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden durfte und wegen geringerer Zugkraft und hoher Umweltbelastung für unseren Flugbetrieb auch keine sinnvolle Lösung mehr darstellte. So wird sie ihre alten Tage nun in einem Verein in Kroatien verbringen.

Bericht: Vincent Löffler und Niclas Dannemann

Alle Bilder vom Winterbauprogramm gibt’s hier zum Durchklicken:


Oschatzer Jugend auf der Eislauffläche

Weihnachten mit der Jugend

Auch dieses Jahr unternahm die ganze Jugendtruppe vom Fliegerclub Oschatz e.V. einen Ausflug. Mit kalten Temperaturen und genügend Hunger war das Ziel Eislaufen mit Weihnachtsmarkt Besuch. Die Kleinstadt Döbeln bietet dafür die perfekte Möglichkeit mit einer Eislaufbahn inmitten des großen Weihnachtsmarktes.

Es war einfach ein toller Abend mit heißen Getränken und leckerem Essen in geselliger Runde. Nach mehr als 3 Stunden auf dem Eis wurde noch viel gefeiert, die ein oder andere Idee für ein nächstes Treffen diskutiert und über all die schönen Flüge der Saison geschwärmt. Schon jetzt ist klar, nächstes Jahr unbedingt wieder!