Wir trauern um Klaus

Am Montag, 18. November 2019 hat unser Fliegerkamerad Klaus Schwanz seinen Kampf gegen eine tückische Krankheit verloren. Bis zuletzt hatten wir alle gehofft, dass er die Kraft und Zuversicht nicht verlieren möge und bald wieder unter uns weilen könnte. Viele Besuche und Kontakte zu ihm sollten ihm dabei helfen und Mut machen. Leider ist es anders gekommen. Wir bedauern zutiefst, mit Klaus einen Freund, Techniker und Fluglehrer verloren zu haben, der unzähligen Flugschülern das Segelfliegen beigebracht hat, mit „seiner 21“ jede noch so kleine Thermik auszukurbeln wusste und in der Werkstatt mit Fachwissen und –arbeit zu überzeugen wusste. So konstruierte und baute er u.a. eine Aufrüsthilfe für die ASK, die uns schon manch gute Dienste geleistet hat. Nicht nur bei deren Gebrauch werden wir uns gern an Klaus erinnern. Deine frohe Natur und Dein bebendes Lachen, dass der ganze Flieger wackelt, wird uns fehlen. Es macht uns sehr traurig, Dich nicht wieder zu sehen.

Unsere Anteilnahme gilt Deiner Helga und allen anderen Hinterbliebenen.

In tiefer Trauer-

Die Mitglieder des Fliegerclub Oschatz e.V.

Osterlehrgang2019

Abflug in die neue Saison!

Segelkunstflug-Programm

Unseren Piloten hat es den ganzen Winter lang in den Fingern gejuckt und sie waren überglücklich, als sie Anfang April bei strahlendem Sonnenschein endlich wieder abheben durften!

Und es gab schließlich auch einiges zu tun: unsere Piloten starteten sofort mit ihrem Training für die diesjährigen Flugshows des Fliegerclub Oschatz e.V. und seinen Tausenden von Gästen.

Gerne möchten wir euch einen Überlick über die nächsten Veranstaltungen geben, die unsere ehrenamtlichen Mitglieder und Piloten in den flugfreien Wintermonaten für euch geplant haben.

Im Mai laden wir Gäste aus Oschatz und der Welt, Flugzeug-Begeisterte, Familien, zukünftige Piloten und Interessenten, Oldtimerfreunde und unseren Partnerclub Blomberg gleich zweimal ein.

AiREA 24

Unser zwei-tägiges, jährliches Fliegerfest AiREA 24 findet vom 4. – 5. Mai 2019 auf unserem Flugplatz statt. Los geht’s um 9:00 Uhr. Jeder ist herzlich willkommen – der Eintritt ist frei. Es werden spektakuläre Segelkunstflüge, Flugshows und Rundflügen mit mehr als 15 Flugzeugen geboten – inklusive des weltgrößten Doppeldeckers Antonov AN-2.

Ab 19:00 Uhr spielen knapp 20 internationale DJs – Karten hierfür können online über www.airea-24.de erworben werden. Ein ähnliches Programm mit variierenden Flugshows dürfen die Besucher dann am zweiten Tag mit Musik ab 14:00 Uhr erwarten.

Zwei Wochen später dürfen Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren dann sogar einmal selbst ins Flugzeug steigen! Unser AIRlebnistag am 18. Mai 2019 ist ein kostenloses Allround-Event mit Theorie & Praxis zum Fliegen, spannenden Wettbewerben und Kennenlernen der Piloten beim gemeinsamen Mittag- und Abendessen.

Interessierte Kinder und Jugendliche sind vorab bitte per E-Mail anzumelden, und müssen einen von den Eltern vollständig ausgefüllten Anmeldebogen zur Veranstaltung mitbringen.

Und wie geht es nach dem Mai weiter? Nun, da haben wir auch ein paar große Events, wie zum Beispiel das Oldtimertreffen im September, für euch organisiert.

Aber eigentlich geht es doch um Folgendes: jeder, der daran interessiert ist, das Fliegen zu lernen, und ein Pilot werden möchte, der darf jederzeit bei uns vorbeischauen. In unserem Verein stehen euch mehr als 7 Fluglehrer, 11 Segelflugzeuge, ein Motorsegler und ein Motorflugzeug zur Verfügung, die euch das Fliegen lehren.

Aber auch Flugbegeisterte, die schon immer mal einen Segelflug machen wollten, sind jederzeit herzlich willkommen. Gutscheine für verschiedene Gastflüge können direkt über unser Kontaktformular bestellt werden.

Wir freuen uns darauf, euch kennenzulernen!

Bericht: Stephanie Köchel

Herbstlehrgang Halle

Herbstlehrgang 2017

Wie jedes Jahr fand auch 2017 wieder in der ersten Oktoberwoche unser Herbstlehrgang auf dem Flugplatz in Oschatz statt. Jedoch hat der Herbst seinem Namen alle Ehre gemacht und uns fast eine Woche lang winterliche Temperaturen, Sturm und Dauerregen beschert.Herbstlehrgang Fliegen (2) Dementsprechend waren auch die Flugbedingungen für uns, welche zum Auftakt des Lehrgangs am Samstag noch gut genug für einen schönen Flugbetrieb waren, ab Sonntag jedoch keinen Flugbetrieb mehr zuließen. Einzig der Mittwoch war uns noch gut genug für einen Flugtag, der sich aufgrund der kaum verminderten Windgeschwindigkeiten sehr interessant gestaltete. Da für uns die Sicherheit immer ganz groß geschrieben wird, durften unsere Flugschüler an diesem Tag nicht alleine abheben, sondern nur gemeinsam mit Fluglehrer im Doppelsitzer fliegen, was dem Spaß aber keinen Abbruch tat. So ist jeder der circa 7 anwesenden Flugschüler an diesem Tag auf seine Kosten gekommen und konnte mit drei bis vier Platzrunden pro Person zufrieden sein.

Ansonsten stand der Lehrgang sehr im Zeichen der Objektpflege sowie Ausflügen in die Pilzwälder der Dahlener Heide. Am Montag beschäftigten sich die Flugschüler Vincent, Rico und Patricia mit der Instandsetzung unserer Werkstattfenster. Herbstlehrgang Pilze putzenGemeinsam waren wir zweimal in der Woche Pilze sammeln, wobei wir beim ersten Mal zwei große Pfannen voller Frischpilze zum Abendbrot genießen konnten. Wenige Tage später machten wir uns erneut in den Wald auf und machten uns anschließend in vierstündiger Teamarbeit in der Küche daran, neben getrockneten Pilzen auch einen großen Pilzgulasch mit Thüringer Klößen und Rotkohl zu zubereiten. Für die Leute, die an diesem Tag auf dem Flugplatz waren, gab es somit ein großes Festabendessen – Jedem hat es sehr geschmeckt.

Parallel dazu haben wir in großem Arbeitseinsatz die viele Zeit genutzt, unsere Weiße Werkstatt, welche für unsere Flugzeuge bestimmt ist, von innen komplett neu zu gestalten. Herbstlehrgang LogoSo machte sich Richard daran, die Wände teilweise neu zu verputzen und mit insgesamt fünf Leuten haben wir die Wände neu gestrichen. Dabei hatten Patricia und Niclas eine ganz besondere Idee. Es würde dem Raum einen neuen Look geben, unser Vereinslogo als 2 Meter großes Wandgemälde zu malen. Alle waren am Ende begeistert, als wir nach zwei Tagen in riesiger Kleinarbeit das Bild vollendet hatten. Darüber hinaus fuhren Rico, Vincent und Niclas während des Lehrgangs dreimal nach Riesa, um an einem Funksprechlehrgang teilzunehmen, welcher Bestandteil der Segelflugausbildung ist.

Somit war es am Ende ein sehr erfolgreicher Lehrgang, wenn auch nicht aus fliegerischer Sicht.

Alle Bilder vom Herbstlehrgang gibt’s hier zum durchklicken:


Fluglehrerfortbildung 2017

Fluglehrerfortbildung 2017

Rabenberg. Der diesjährige Fluglehrer-Lehrgang fand dieses Jahr wieder wie gewohnt auf dem Rabenberg im Erzgebirge statt. Diese Veranstaltung vom 03. – 05.02.2017 ist mit die wichtigste im ganzen Jahr für die Fluglehrer des Luftsportverbandes Sachsen. Inhaltliche Schwerpunkte waren die Organisation der Ausbildung im Rahmen der ATO, Schwerpunkte bei Flugunfällen incl. Meldeverfahren, Lizenzrecht, meteorologische Flugvorbereitung mit pcmet, Besonderheiten und Gefahrenmomente beim Windenstart, Durchführung von Kompetenzbeurteilungen und die technische Sicherstellung in unseren Flugschulen.

Fluglehrerfortbildung 2017 auf dem Rabenberg (3)Unter der bewährten Leitung von Lutz Kern wurde durch bekannte Referenten wie Klaus-Dieter Beyer (Landesdirektion Sachsen), Jens Eisenreich (BFU), Karl-Heinz „Toni“ Dannhauer (SeKo Sachsen), Gerold Weber (LSV-SN), Jens Pirzkall (Firma Aeroshop Flugbedarf), Thomas Hain (DWD) sowie Thomas Leszczenski (LSCO GmbH) zu den unterschiedlichsten Themen aus den Bereichen Luftrecht, Ausbildung, Meteorologie, Verhalten in besonderen Fällen, Meteorologie und Technik vorgetragen. Ein besonderer Höhepunkt des Seminars war der lebhafte und eindrucksvolle Vortrag von Markus Uhlig zum Thema „Streckensegelflug in Sachsen, Südfrankreich und Südafrika“ aus der Sicht eines Kaderangehörigen und Sportsoldaten: Dieser Vortrag machte „Appetit auf mehr“ und ließ so manchen im Auditorium anfangen eine wenig zu träumen…

Daneben war bei den inoffiziellen Diskussionen in den Pausen und an den beiden Abenden ausreichend Gelegenheit für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch: Und so wurde unter anderem darüber diskutiert, wie denn zukünftig dieses Auffrischungsseminar und die für die Verlängerung der Lehrberechtigung erforderliche Kompetenzbeurteilung – bei den FI(S) alle 9 Jahre, bei den FI(A) alle 6 Jahre notwendig – aussehen würden und wie dies alles organisatorisch in den Griff zu bekommen sei. Eine abschließende Antwort auf diese Frage konnte da nicht gefunden werden, jedoch wurde hier seitens der Verantwortlichen des Luftsportverbandes durchaus Handlungsbedarf erkannt.

Fluglehrerfortbildung 2017 auf dem Rabenberg (2)Letztendlich gilt es Dank zu sagen an Lutz Kern für die umfangreiche Vorbereitung und die reibungslose Durchführung des Seminars. In diesen Dank einzuschließen ist natürlich auch Martina Burckhardt, die im Hintergrund dafür sorgte, dass alle administrativen Arbeiten – wie zum Beispiel die Erfassung aller Lizenzdaten sowie die Erstellung der Schulungsnachweise – und organisatorischen Fragen zur Zufriedenheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer erledigt werden konnten.

Quelle: Segelflug Sachsen

Lehrerlehrgang 2016

Fluglehrer Lehrgang 2016

Acht zukünftige Fluglehrer werden in diesen Tage auf dem Flugplatz in Oschatz ausgebildet. Sieben aus Sachsen, einer aus Thüringen. „Sachsens Fluglehrer werden in Oschatz gemacht“, betont der Vereinsvorsitzende Jan Simon. Schon seit 2007 werden hier alle zwei Jahre neue Fluglehrer ausgebildet. 14 Tage lang gibt es für die Fluglehrer-Anwärter einen straffen Unterrichtsplan, der nicht nur Praxis, sondern auch die Theorie beinhaltet.

Zweiwöchige Ausbildung auf dem Flugplatz endet heute mit Prüfung.

„Wir hatten namhafte Referenten aus dem Segelflug bei uns, die hier unterrichtet haben“, sagt Vereinsmitglied Angela Pollmer aus Oschatz. Eine solche Ausbildung ist mit viel Aufwand verbunden. Zwischen acht und zehn ist eine optimale Teilnehmerzahl. Doch um hier überhaupt die Ausbildung und Prüfung absolvieren zu können, mussten bereits vorab einige Voraussetzungen erfüllt werden. „Um eine Fluglehrerausbildung zu machen, müssen bereits 100 Flugstunden und 200 Starts hinter jedem Teilnehmer liegen. Vor der Teilnahme müssen im eigenen Verein bereits 20 Eingewöhnungsflüge vom hinteren Teil des Segelfliegers durchgeführt worden sein. Es ist eine ganz andere Sitzposition. Von hinten fliegt man ja sonst nicht und sieht auch einiges weniger. Nachwuchs ist bei den Fluglehrern immer gefragt. Ich wurde selber gut ausgebildet und will nun in die Fußstapfen meiner Fluglehrer treten“, sagt Fluglehrer-Azubi Sebastian Hertel aus Auerbach im Vogtland.
Die anderen Teilnehmer stammen aus Zwickau, Großrückerswalde, Klix, Thüringen und Oschatz. In Oschatz wurden schon knapp 50 Lehrer ausgebildet. Einer der Ausbilder ist Professor Karl-Heinz Dannhauer vom Luftsportverband Sachsen.

„Der Auszubildende muss die Fehler, die ich bei den Flügen natürlich einbaue, erkennen und mir als Fluglehrling sagen, wie ich diese Fehler korrigiere“, so der Ausbildungsleiter.

Im Lehrgang haben die zukünftigen Fluglehrer 20 Starts, darunter Windenstarts und Flugzeugschlepp. Ob sie das auch verinnerlicht haben, zeigt die Prüfung. Diese übernehmen andere Lehrer Uhlig aus Chemnitz vom Flugplatz Großrückerswalde sieht der Prüfung gelassen entgegen. Mit 14 hat er mit der Fliegerei begonnen, mit 16 hatte er bereits seine Lizenz in der Tasche. Bei der Bundeswehr war er Sportsoldat im Segelflug. Als nächster Schritt folgt nun die Fluglehrerausbildung. „Das Fliegen ist vergleichbar mit dem Autofahren. In der Fahrschule macht man noch alles akkurat. Wenn man dann alleine fährt, wird man nachlässiger. Jetzt lernt man, es aus dem Blickwinkel des Lehrers zu sehen. Bisher bekomme ich die Fehler, die die Fluglehrer einbauen, relativ gut mit. Ich bin gespannt, wie mit drei Starts. Der 20-jährige Markus es werden wird, wenn es echte Flugschüler sein werden.“
Die diesjährigen Teilnehmer haben schon ein gutes Wissen vom Fliegen, sagt Fluglehrer Lutz Kern, Geschäftsführer vom Landesluftsportverband Sachsen. Stolz sind die Oschatzer, dass in diesem Jahr eine Segelfliegerin aus Oschatz an der Ausbildung teilnimmt. Elisabeth Landsteiner ist Berufssoldatin in Leipzig. Oft wurde sie bereits gefragt, ob sie diese Ausbildung nicht machen wolle. Anfangs ging es aufgrund des Studiums und der Familienplanung nicht. Doch nach einer Absprache mit der Familie hat sie sich jetzt dafür entschieden. „Die Anfangsphase ist ungewohnt. Doch die eigenen Fertigkeiten werden dadurch verbessert. Das Lehren ist ganz anders, doch es läuft bisher ziemlich gut. Auch das Klima auf dem Lehrgang ist super“, so Elisabeth Landsteiner.
Um sich ein eigenes Bild von der Ausbildung zu machen, besuchte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar den Segelflugplatz in Oschatz. Kretschmar saß noch nie in einem Segelflieger. Er lacht. „Ich muss das auch nicht haben. Aber ich bewundere die Piloten. Sie machen es nicht nur als Hobby, sondern sind ein fester Bestandteil der Stadt und beteiligen sich als Verein. Im Sommer sind oft Segelflieger aus anderen Vereinen hier in Oschatz. In diesem Jahr konnte ich auf dem Platz Gäste aus unserer Partnerstadt Blomberg begrüßen“, so der Oberbürgermeister.
Heute steht für die Auszubildenden die Prüfung an. In drei Flügen müssen sie ihr Können als Fluglehrer unter Beweis stellen.

Von Kristin Engel

Quelle: OSCHATZER ALLGEMEINE | SONNABEND / SONNTAG, 15./16 OKTOBER 2016 | NR. 242 | SEITE 13