Flugzeugschlepp

Fliegerfest in Oschatz

Endlich war es wieder soweit – der Fliegerclub Oschatz lud neulich zum alljährlichen Fliegerfest ein. Sehnsüchtig nach langen Zeiten des Lockdowns erwartet, strömten die Menschen in Scharen zu uns, um endlich wieder in entspannter Atmosphäre Flugshows, Rundflüge und ein fröhliches Beisammensein genießen zu können.

Zunächst hatten wir es zwar mit starkem Nebel und niedrigen Wolken zu tun, doch das hielt uns nicht von spannenden Flugshows ab. Denn zum Glück waren auch zahlreiche Modellflugpiloten anwesend, die mit lauten Jet-Modellen, Pulsrohr-Triebwerken und selbstgebauten Kunstflugmodellen – wie etwa einer zwei Meter große Edge – beeindruckende Flugmanöver vorführten. Begeistert schauten die Gäste zu, während sie eine frische Bratwurst vom Grill oder leckeren, selbstgemachten Kuchen genossen. Auch für die Kleinen gab es viel zu sehen. So flog wieder der allseits beliebte Bonbon-Bomber und warf für die Kinder zahlreiche Süßigkeiten ab. Am Samstag Nachmittag riss der Himmel dann endlich auf und wir konnten auch schöne Rundflüge über Oschatz und Umgebung anbieten. Auch zu einer kleinen Runde in unseren Segelflugzeugen ließen sich Viele begeistern und erlebten selber hautnah die lautlose Eleganz dieser besonderen Sportart, die wir bei uns jedes Wochenende betreiben. Zu sehen gab es außerdem beeindruckende Kunstflüge von unseren Piloten in unserem neuen Segelflugzeug-Doppelsitzer Perkoz SZD-54-2.

Mit einem Mal war vom Horizont hinter dem Collmberg ein lautes Motoren-Geblubber zu hören. Es war wieder eines der Highlights bei unserem Fliegerfest – die Po-dwa Po-2 – die aus Roitzschjora angeflogen kam. Auch der historische Schulgleiter SG-38 aus Hoyerswerda war bei uns zu Gast, sodass wir am Sonntag interessante Flugzeug-Schlepps mit diesem historischen Gespann zweier Luftfahrt-Veteranen vorführen konnten und einen Einblick in die Anfänge des Segelflugs lieferten. Doch auch unsere zahlreichen Gäste durften selber mit Hand anlegen bei den mit Muskelkraft betriebene Gummiseilstarts. Dafür wurde das historische Segelflugzeug SG-38 am Boden befestigt und davor wurden von zwei Mannschaften zu je 10 Leuten dicke Gummiseile ausgezogen, mit denen der Flieger beschleunigt wurde und anschließend einige Meter vor den begeisterten Augen der Zuschauer dahingleiten konnte. Noch bis zum Abend nutzen wir das gute Wetter, möglichst vielen Flugbegeisterten einen Rundflug bieten und Flug-Shows zeigen zu können. So kam jeder an diesem schönen Wochenende auf seine Kosten und wir als Fliegerclub Oschatz e.V. sind sehr glücklich und dankbar, dass ihr alle so zahlreich erschienen seid.

Im nächsten Jahr dürfen Sie sich auch auf zahlreiche weitere Motor- und Segelflugzeuge freuen. Und selbstverständlich werden auch unsere Modellflieger wieder zahlreich vertreten sein beim nächsten Fliegerfest, welches voraussichtlich schon im Juli stattfinden wird. Können Sie es gar nicht mehr abwarten, mal wieder mit uns mitzufliegen? Dann kommen Sie doch gern auch bis Mitte Oktober an einem Wochenende bei uns zu einem Gastflug vorbei. Der Fliegerclub Oschatz freut sich auf Sie.

Bericht: Niclas Dannemann und Vincent Löffler

Segelflugzeug

Lairwoche in Kamenz

Eine ganze Woche Segelfliegen, Wetter beobachten und verstehen, Strecken planen, gemeinsam Teamflug-Taktik trainieren und Kontakte in die Segelflugszene in ganz Deutschland knüpfen – um all das ging es bei der Lairwoche in Kamenz. Zwei unserer jungen Streckenflug-Piloten hatten kürzlich die Ehre, bei diesem intensiven Streckenflugtraining mit dabei sein zu dürfen.

So ging es also vom Tag der Oschatzer – bei dem wir die Leute auf dem Marktplatz in Oschatz mit einem ausgestellten Segelflugzeug begeisterten – direkt weiter in die Lausitz. Im Schlepptau hatten wir unsere beiden Astire, mit denen wir regelmäßig Streckenflüge absolvieren. Doch diesmal fand es in einer besonderen Form statt. In Kamenz angekommen machten wir die Bekanntschaft mit etwa 40 anderen Flugbegeisterten, von jung bis alt. Neben einigen wohl vertrauten Gesichtern aus dem Sächsischen Segelflug-Kader waren aber auch Leute aus allen Ecken Deutschlands vertreten – aus Bremen, Dortmund und sogar aus Schleswig-Holstein.

Doch leider hatten wir eine sehr regenreiche Woche erwischt, weshalb an Flugbetrieb erstmal nicht zu denken war. So begannen wir die Woche mit der Besichtigung der Fallschirmmanufaktur Spekon im sächsischen Seifhennersdorf. Während einer Werksführung von den Firmenchefs konnten wir alle unsere Fragen stellen, wie denn unsere Fallschirme hergestellt werden, die wir als Segelflieger immer zur Sicherheit dabei haben. Es war sehr interessant.

Am Dienstag war es dann endlich soweit. Wir rüsteten unsere Flugzeuge auf und unternahmen erste Versuche. Nachdem wir direkt wieder landen mussten, war im zweiten Versuch dann zumindest eine kleine Strecke in die Gegend des nahegelegenen Flugplatzes von Hoyerswerda möglich.

Der nächste Tag wurde dann schließlich spannend. Ausgeschrieben wurde für alle eine kleine Aufgabe in Form eines 150-km großen Dreiecks. Doch die niedrige Bewölkung und die schlechten Steigwerte machten es nicht einfach. Wir unternahmen trotzdem den Versuch und gingen die Aufgabe an. Nicht selten hatten wir dabei ziemliches Bauchgribbeln, wenn wir nur noch in sehr geringen Höhen unterwegs und unmittelbar vor einer Außenlandung waren. Es war sehr mühselig und unsere Geduld und Feingefühl waren stets gefragt. So schafften wir dann auch die erste Wende. Doch danach hatten wir es mit einer mittelhohen Bewölkung zu tun, einer sogenannten Abschirmung, die die weitere Thermikbildung quasi unmöglich machte. Nachdem einer von uns dann bereits auf einem Acker außengelandet war, versuchten es die Beiden anderen, noch den Flugplatz von Kamenz zu erreichen, doch mussten wenig später auch auf einem Feld landen. Aber, es ist zum Glück alles gut gegangen. Wir waren am Ende jedoch sehr stolz, dass wir uns als einziges Team an diesem Tag an die Aufgabe gewagt haben.

Obwohl das Wetter auch den weiteren Lehrgang über nur sehr bescheiden war und schlussendlich nur an 3 Tage das Fliegen zuließ, lernten wir trotzdem eine ganze Menge. So gab es fast täglich spannende Live-Vorträge zu Themen wie der Wetteranalyse, Flugsicherheit und Technik. Auch ein entspannender Filme- sowie Cocktail-Abend durfte nicht fehlen. Doch das wichtigste war, dass wir jede Menge neue Kontakte knüpfen und interessante Gespräche führen konnten.

Wir freuen uns auf jeden Fall, auch im nächsten Jahr wieder dabei sein zu können.

Bericht: Niclas Dannemann und Vincent Löffler

AIRobics Charity

AIRobics Charity 2021

Bewegung und Sport machen Spaß – und am schönsten ist es, wenn wir diese Freude mit möglichst vielen Menschen teilen können.

Gemeinsam mit der lizensierten Zumba-Trainerin Ulrike Kühne habe ich, Stephanie Köchel, mich daher entschieden, ein sportliches Benefiz-Event in Oschatz auf die Beine zu stellen, dessen Einnahmen alle vollumfänglich gespendet werden.  Los geht’s: am 28. und 29. August 2021 auf dem Freigelände des Fliegerclub Oschatz e.V.

Bereits im vergangenen Jahr konnte das Event hier erstmalig stattfinden – damals noch unter einem anderen Namen – und fand durchweg positive Resonanz. Insgesamt über 2.000,00 € Spendengelder konnten gesammelt werden und sind der Stiftung für krebskranke Kinder zugute gekommen. In diesem Jahr möchten wir alle Einnahmen, die sich zum größten Teil aus den Eintrittsgelder i.H.v. 5,00 € pro Tag/Person zusammensetzen, an die Ehrenamtliche des Lebenszeit e.V. in Leisnig überreichen.

Dürfen wir die ehrenamtlichen Helfer vorstellen, denen in diesem Jahr die Spendengelder zugute kommen? Genau 99 Ehrenamtliche haben es sich zur Aufgabe gemacht, die zumeist letzten Stunden der Menschen im Lebenszeit Hospiz Leisnig so schön wie möglich zu gestalten. Vielen Dank dafür! Mit unserer Spende möchten wir eure ehrenamtliche Arbeit gerne unterstützen!

Wenn auch du Lust hast, Sport zu machen und dabei etwas Gutes zu tun, dann schau einfach vorbei! Das Event startet:

  • Samstag von 14-18 Uhr
  • Sonntag von 10-13 Uhr

Bei einem 3-stündigen Workout mit: Aerobic, Tanz, HIIT und Zumba / Strong Nation ist für alle Altersgruppen etwas dabei!

Es ist keine Anmeldung nötig.

Selbstständlich sind während des Events auch unsere Piloten und Pilotinnen vor Ort, um euch jegliche Fragen zu beantworten oder euch sogar mal in die Luft mitzunehmen! 🙂

Wir freuen uns auf dich! Stephi & Ulrike

PS: Unsere Veranstaltung findest du auch als Event hier.

Rundflug Motorflugzeug

Ehre, wem Ehre gebührt

Unser Verein ist ein recht bunt gemischter Haufen. Von ganz jung bis zum gehobenen Alter ist alles vertreten, was das Vereinsleben sehr bereichert. Die Jugend wäre sicher nicht in einem solchen Tatendrang, wenn unsere erfahrenen Mitglieder nicht mit Begeisterung ihre Erfahrungen weitergeben würden. Und da muss man selbst als Urgestein nicht zum alten Eisen gehören.

Bestes Beispiel ist da unser Peter Köhler. Er ist seit kurzem nicht nur das frisch gebackene zweite Ehrenmitglied unseres Vereins, wir durften ihm auch Ende November zu seinem 80. Geburtstag gratulieren.

Peter Köhler: Neues Ehrenmitglied des Fliegerclub Oschatz e.V.

Wir haben von Peter so manche lustige Anekdote erzählt bekommen. So zum Beispiel war er es, der mit Mathias Pollmer zusammen im Bocian in den 90ern die erste Außenlandung der Vereinsgeschichte verbuchen konnte. Oder dass er jeden Freitag Nachmittag einen kleinen Disput mit seiner Frau vom Zaun brechen musste, um das Wochenende auf dem Flugplatz verbringen zu können.

Links: 1. Vorsitzender Roland Marsch
Rechts: Ehrenmitglied Peter Köhler

Und wir haben auch viel Wissenswertes von ihm gelernt. Gerade beim Fliegen, denn auch wenn er den Fluglehrer schon seit langem an den Nagel gehangen hat, hat er bei seinen „Mitflügen“ auf dem hinteren Sitz immer wieder gezeigt, dass er es noch drauf und so auch selbst schon erfahreneren Piloten den ein oder anderen Trick gezeigt hat. Peters Leben stand und steht immer noch im Zeichen der Fliegerei. Deswegen bekam er zu seinem Geburtstag als Auszeichnung und Dank für sein jahrelanges Engagement im Flugsport die goldene Ehrennadel des Luftsportbundes Sachsen überreicht.

Peter, wir hoffen, du bleibst uns noch lange als Ehrenmitglied erhalten und freuen uns, wenn du mal wieder auf deinem Flugplatz bist. Auch wenn deine Besuche gesundheitsbedingt etwas seltener geworden sind, bist du immer herzlich willkommen. Wir laden dich gerne auf einen Flug in unserem neuen Perkoz ein.

Jugend in der Werkstatt

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Die Saison ist schon länger Geschichte und das heißt für die meisten Segelflieger auf dieser Erde häufig, Steuerknüppel gegen Polierwatte und diverses Werkzeug zu tauschen. So auch bei uns. Die Werkstatt ist gut gefüllt mit unseren Vereinsmaschinen und so manches Klubmitglied verirrt sich an diesen grauen Tagen auf den Flugplatz, um bei der Winterwartung zu helfen. Ein Grund dafür mag vielleicht auch sein, dass unsere Angela uns zum Mittagessen an den Baudiensttagen immer emsig beköstigt. Danke dafür!

Besonders erfreulich ist dabei aber auch, dass sich unsere Flugplatzjugend ebenfalls fleißig mit an den Wartungsarbeiten beteiligt, wenn sie nicht gerade dem Theorieunterricht lauschen muss. Denn auch hier gilt der Grundsatz: viele Hände, schnelles Ende. Deswegen schätzen wir das Engagement unserer Nachwuchspiloten sehr und hoffen für die Zukunft, dass sie weiterhin so tatkräftig mit anfassen.

Eislaufen Jugend
Eislaufen mit der Jugend

Wie auch im Sommer, steht natürlich nicht nur unser gemeinsames Hobby auf der Tagesordnung, sondern auch das Miteinander und die Geselligkeit innerhalb des Vereins mit ganz oben auf der Liste. Als Beispiel kann da zum Beispiel unsere kürzlich stattgefundene Weihnachtsfeier genannt werden. Wir besichtigten das Geophysikalische Observatorium auf dem Collm, unweit unserer Platzkante und lernten so manches über die historische und moderne Erdbebenforschung. Anschließend ließen wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer auf dem Flugplatz mit Glühwein und Bratwurst ausklingen. Auch unsere Jugend hatte nach einem Tag Werkstattdienst am Samstag zuvor noch nicht genug und betätigte sich sportlich auf der Eisbahn im Freizeitzentrum Freital. Natürlich ist es immer schwer, alle unter einen Hut zu bekommen, da durch Arbeit und Privatleben so manch einer Verpflichtungen hat. Dennoch war es schön sechs Leute für diesen Ausflug zu begeistern. Nach etlichen Kilometern auf dem Eis, war der Kohldampf natürlich sehr groß und so wurde beschlossen, auf dem Rückweg noch beim Chinesen das All-you-can-eat-Buffet abzugreifen. Alles in allem war es nach einem arbeitsreichen Werkstatttag also gelungener Abschluss des vorweihnachtlichen Samstages.

Alle Bilder vom Winterbauprogramm gibt’s hier zum Durchklicken:

18. Sächsisches Landesjugendvergleichsfliegen

18. Sächsisches Landesjugendvergleichsfliegen

Am letzten Wochenende fand auf dem Flugplatz in Taucha bei Leipzig das 18. Landesjugendvergleichsfliegen statt, welches alljährlich in allen Bundesländern wiederholt wird, bei dem Flugschüler und junge Lizenzpiloten ihr fliegerisches Können unter Beweis stellen können. Dabei ist es Aufgabe, bei drei Wertungsflügen eine perfekt geflogene Platzrunde der Jury zu präsentieren, welche auf jedes Detail in der Ausführung der Flugmanöver genau schaut und entsprechende Fehlerpunkte verteilt. Neben einem perfekten Start und einer exakten Ziellandung in einem genau markierten Landefeld, mussten auch Übungen wie zum Beispiel ein Seitengleitflug oder Rollübungen durchgeführt werden. So traten 35 Piloten aus acht Vereinen aus ganz Sachen, von Leipzig, dem Erzgebirge bis nach Görlitz, an und sorgten für einen lebendigen Flugbetrieb mit 13 einsitzigen Flugzeugen, wie zum Beispiel einem Mistral, Astir-CS und einigen Piraten SZD-30, welche inzwischen schon wahre Oldtimer sind.

Wir haben uns sehr gefreut, dass nach einigen Jahren Pause auch wieder zwei Piloten aus Oschatz teilnehmen konnten. So war es für die beiden Flugschüler Vincent und Niclas ihr erster Segelflugwettkampf, bei dem sie für das erste Mal auch ein gutes Ergebnis abliefern konnten, wobei Vincent sogar die Platzierung auf dem 6. Platz gelang. Neben der Platzierung im Wettkampf stand vor allem das Kennenlernen anderer jugendlicher Piloten im Vordergrund, mit denen man sich austauschen konnte. So saß man abends beim Essen noch lange zusammen, um sich unter anderem über weitere fliegerische Pläne zu unterhalten oder man hatte viel Spaß bei einer gemeinsamen Runde Tischkicker und unterhaltsamer Musik. Obwohl das schlechter werdende Wetter den dritten Wertungsdurchgang leider verhinderte, war es am Ende für alle Beteiligten ein gelungenes und interessantes Wochenende.

Bericht: Vincent Löffler und Niclas Dannemann

Alle Bilder vom Vergleichsfliegen 2018 gibt’s hier zum Durchklicken:

Astir mit Richard

Anfliegen 2018

Endlich wieder zurück am Himmel

Vor dreieinhalb Wochen war es dann nun endlich wieder soweit: Nach einem langen und kalten Winter, welcher uns auch im März zu unserer geplanten Jahreshauptversammlung nochmal mit viel Schnee überrascht hatte, konnten wir nun voller Vorfreude unsere Segler wieder aus dem Winterschlaf erwecken und aufrüsten. Gerade bei unseren älteren Holzflugzeugen war dies auch teilweise ein echter Kraftakt, bei dem wieder viele fleißige und vor allem kräftige Hände gebraucht wurden.

Als nun im April das Wetter endlich wärmer wurde, stieg auch die Lust auf den ersten Flugbetriebstag immer mehr, wobei wir aber gemeinsam mit vielen andere Segelflugvereine in Deutschland erst abwarten mussten, dass unsere Grasbahn auf dem Flugplatz wieder benutzbar wird und wir bei den ersten Flugversuchen nicht gleich im Schlamm stecken bleiben, weshalb unser geplanter Osterlehrgang leider nicht stattfinden konnte.

Vorletzten Sonntag war dann endlich der Tag gekommen, an dem wir bei strahlendem Sonnenschein den ersten Flugbetrieb in diesem Jahr wagen konnten. Es war eine wahre Freude, nach Langem mal wieder weitestgehend alle Flugzeuge auf einmal auf unserer Wiese sehen zu können. So wurden an diesem Tag zahlreiche Werkstatt- bzw. Überprüfungsflüge auf sieben von unseren acht Vereinssegelflugzeugen, sowie unserem Motorsegler durchgeführt. Außerdem konnten wir am Start auch private Flugzeuge, wie einen Bergfalken, eine PW-5 und eine DG100 sehen. Nebenbei haben wir auch noch einige Fallschirme, welche von der Überprüfung kamen, wieder gepackt, damit auch die Sicherheit bei unserem Sport nicht zu kurz kommt. Und obendrein konnten wir schließlich noch unsere neue slowenische Winde zum ersten Mal testen (näheres dazu in unserem vergangenen Artikel „Nach der Flugsaison ist vor der Flugsaison“).

Auch die Schulung konnte wieder anlaufen, wobei durch den doch sehr beträchtlichen Seitenwind an diesem Tag, sich die meisten mit einer kurzen Platzrunde zufrieden geben mussten und dabei aber auch gleich das Fliegen bei besonderen Windverhältnissen üben konnten. Einigen Lizenzpiloten gelang es jedoch sogar, die an diesem Tag teilweise vorherrschende Blau-Thermik zu nutzen und sich dabei auch bis zu 900 Meter hoch vorzuarbeiten. Somit war es für uns alle ein sehr gelungener Auftakt in die diesjährige Flugsaison, die hoffentlich von viel Thermik und fliegerischen Erfolgen, wie bestandenen praktischen Prüfungen, geprägt sein wird. In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern und Fliegerkameraden einen angenehmen und erfolgreichen Sommer.

Bericht: Niclas Dannemann

Alle Bilder gibt’s hier zum Durchklicken:

Blanik D-9196 Halle

Nach der Flugsaison ist vor der Flugsaison

Nachdem wir im Sommer die Wochenenden zum Fliegen nutzen, warteten mit Beginn des Winters auch wieder die fürs Fliegen notwendigen Wartungsarbeiten auf uns. Normalerweise hätte am 28. Oktober unser traditionelles Abfliegen mit Ziellandewettbewerb stattgefunden, bei dem jeder Pilot seine fliegerischen Fähigkeiten beim punktgenauen Landen unter Beweis stellen kann, was wir aufgrund der winterlichen Temperaturen leider ausfallen lassen mussten.

So hatten wir fast den gesamten Tag damit verbracht, unsere Flugzeuge auseinanderzubauen oder, wie es im Fachjargon heißt, „abzurüsten“. Das bedeutet, dass die Tragflächen, sowie Teile des Leitwerks vom Rumpf der Segelflugzeuge getrennt werden und in unserem Hangar verstaut werden, bevor sie dann über die Wochenenden des Winters verteilt alle nacheinander in unsere Werkstatt kommen, wo eventuell angefallene Reparaturarbeiten durchgeführt werden und vor allem eine grundlegende Inspektion aller einzelnen Flugzeugkomponenten von unseren fachkundigen Vereinsmitgliedern vorgenommen wird. Eine Hauptarbeit dabei ist, die gesamte Oberfläche von Rumpf und Tragflächen in aufwändiger Handarbeit zu reinigen und zu polieren, wobei es immer vieler fleißiger Helfer bedarf, welche an den Wochenenden zahlreich auf dem Flugplatz mithalfen. So trafen wir uns also während des gesamten Winters jeden Samstag und manchmal sogar sonntags in der gut beheizten Werkstatt, um zusammen unseren Flugzeugpark wieder auf Vordermann zu bringen und unsere fliegerischen Erfahrungen dabei auszutauschen und uns gemeinsam schon auf den baldigen Saisonstart im Frühling zu freuen. Dabei kam natürlich auch ein gemütliches Zusammensitzen bei einem leckeren Mittagessen nie zu kurz.

Im Spätwinter gab es dann schließlich auch noch eine Neuanschaffung des Fliegerclubs zu bestaunen. Und zwar haben wir uns nach längerem Überlegen dazu entschlossen, eine zweite H4-Seilwinde für unseren Flugplatz anzuschaffen, welche im Februar von ihrem alten Standort in Slowenien zu unserem Flugplatz in Oschatz transportiert wurde. Auf die Weise können wir verhindern, dass ein schwerer technischer Defekt an unserer vorhandenen Winde einen Segelflugbetrieb unmöglich macht und uns somit im Notfall vor einem frühzeitigen Ende der Flugsaison retten würde. Vor wenigen Wochen wurde dann wiederum unsere alte H3-Winde aus den 60er-Jahren verkauft, welche bei uns leider aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden durfte und wegen geringerer Zugkraft und hoher Umweltbelastung für unseren Flugbetrieb auch keine sinnvolle Lösung mehr darstellte. So wird sie ihre alten Tage nun in einem Verein in Kroatien verbringen.

Bericht: Vincent Löffler und Niclas Dannemann

Alle Bilder vom Winterbauprogramm gibt’s hier zum Durchklicken:


Herbstlehrgang Halle

Herbstlehrgang 2017

Wie jedes Jahr fand auch 2017 wieder in der ersten Oktoberwoche unser Herbstlehrgang auf dem Flugplatz in Oschatz statt. Jedoch hat der Herbst seinem Namen alle Ehre gemacht und uns fast eine Woche lang winterliche Temperaturen, Sturm und Dauerregen beschert.Herbstlehrgang Fliegen (2) Dementsprechend waren auch die Flugbedingungen für uns, welche zum Auftakt des Lehrgangs am Samstag noch gut genug für einen schönen Flugbetrieb waren, ab Sonntag jedoch keinen Flugbetrieb mehr zuließen. Einzig der Mittwoch war uns noch gut genug für einen Flugtag, der sich aufgrund der kaum verminderten Windgeschwindigkeiten sehr interessant gestaltete. Da für uns die Sicherheit immer ganz groß geschrieben wird, durften unsere Flugschüler an diesem Tag nicht alleine abheben, sondern nur gemeinsam mit Fluglehrer im Doppelsitzer fliegen, was dem Spaß aber keinen Abbruch tat. So ist jeder der circa 7 anwesenden Flugschüler an diesem Tag auf seine Kosten gekommen und konnte mit drei bis vier Platzrunden pro Person zufrieden sein.

Ansonsten stand der Lehrgang sehr im Zeichen der Objektpflege sowie Ausflügen in die Pilzwälder der Dahlener Heide. Am Montag beschäftigten sich die Flugschüler Vincent, Rico und Patricia mit der Instandsetzung unserer Werkstattfenster. Herbstlehrgang Pilze putzenGemeinsam waren wir zweimal in der Woche Pilze sammeln, wobei wir beim ersten Mal zwei große Pfannen voller Frischpilze zum Abendbrot genießen konnten. Wenige Tage später machten wir uns erneut in den Wald auf und machten uns anschließend in vierstündiger Teamarbeit in der Küche daran, neben getrockneten Pilzen auch einen großen Pilzgulasch mit Thüringer Klößen und Rotkohl zu zubereiten. Für die Leute, die an diesem Tag auf dem Flugplatz waren, gab es somit ein großes Festabendessen – Jedem hat es sehr geschmeckt.

Parallel dazu haben wir in großem Arbeitseinsatz die viele Zeit genutzt, unsere Weiße Werkstatt, welche für unsere Flugzeuge bestimmt ist, von innen komplett neu zu gestalten. Herbstlehrgang LogoSo machte sich Richard daran, die Wände teilweise neu zu verputzen und mit insgesamt fünf Leuten haben wir die Wände neu gestrichen. Dabei hatten Patricia und Niclas eine ganz besondere Idee. Es würde dem Raum einen neuen Look geben, unser Vereinslogo als 2 Meter großes Wandgemälde zu malen. Alle waren am Ende begeistert, als wir nach zwei Tagen in riesiger Kleinarbeit das Bild vollendet hatten. Darüber hinaus fuhren Rico, Vincent und Niclas während des Lehrgangs dreimal nach Riesa, um an einem Funksprechlehrgang teilzunehmen, welcher Bestandteil der Segelflugausbildung ist.

Somit war es am Ende ein sehr erfolgreicher Lehrgang, wenn auch nicht aus fliegerischer Sicht.

Alle Bilder vom Herbstlehrgang gibt’s hier zum durchklicken:


Fliegerclub Oschatz Jugend im Spaßbad Riff

Sommerlehrgang beim FCO

Letzte Woche fand unser alljährlicher Sommerlehrgang am heimischen Platz statt. Geplant war eine komplette Woche vom 24. Juni bis zum 02. Juli für Schulung und Streckenflüge. Doch bevor das alles so richtig losgehen konnte, standen noch andere Dinge auf dem Programm. Am Freitag, dem 23. Juni, besuchten uns die Sieger des diesjährigen 18. Spitzstein-Drachenbootcups, die bei uns ihren Preis (einmal mit dem Segelflugzeug abheben) einlösen wollten.Briefing beim Fliegerclub Oschatz
Mit vier Doppelsitzern versuchten wir den über 40 Gästeflügen Herr zu werden, was uns trotz kleinerer Probleme mit der Windentechnik gut gelang. Nach getaner Arbeit gab‘s dann noch für alle Beteiligten Freibier und was leckeres vom Grill.

Und dann ging es erst richtig los…

Am darauffolgenden Tag war die Wetter-Prognose sehr durchwachsen, sodass die Hoffnungen auf ausgedehnte Strecken- und Thermikflüge fast verflogen. Trotz des ständig starken Windes, teilweise bis zu 11 m/s in Böen, Regenschauern, Gewittern und eher herbstlichen Temperaturen, war es am Ende doch ein überraschend großer Erfolg. Wer hätte Anfang der Woche gedacht, dass wir jeden Tag zehn Flugschüler früh zum Briefing begrüßen und auch beschulen dürfen? Aber genau das war jeden Morgen der Fall. Zu den Schülern und Lehrern gesellten sich dann noch ein Flugleiter und zwei Windenfahrer, denn unser Tobi hat seine Windenausbildung endlich zum Abschluss gebracht. Wieder einer für den Bock am anderen Platzende mehr. Super Sache, Tobi! Damit jeder Schüler auch genug Starts bekam und glücklich wurde, hatten wir die Tage bis teilweise 9 Uhr abends verlängert. Nächtlicher SpleißlehrgangWenn schon kein Sonnenaufgangsfliegen, dann wenigstens bis in den Sonnenuntergang! Vor jedem größeren Schauer spielten wir Segelflug-Mikado… das ist nichts anderes als ein schnelles Einräumen aller Segelflugzeuge in die Halle bevor sie nass werden. Am Ende staunten wir nicht schlecht mit welchen teils wüsten Varianten die Segelflugzeuge eingeräumt werden können und trotzdem noch alles in die Halle passt. Ihr hättet die Gesichter der alten Hasen sehen müssen…

Jede Menge bestandene Prüfungen

Doch was zählt, ist das Fliegen und da gab es viel zu feiern. Jan schaffte seine A-, Gabriel seine C-Prüfung und Vincent absolvierte endlich seine F-Schleppausbildung. Unsere drei neuen Flugschüler Patricia, Max und Max kamen ein großes Stück in der Anfängerschulung voran. Alles in allem hat sich jeder in den paar Tagen ganz schön gesteigert. Klasse Leute! Genau dafür ist ein Lehrgang da.

Gartengestaltung, Freilichtkino und Spaßbad um nur einige tolle Aktionen zu nennen

Wenn das Wetter dann doch mal nicht so geeignet zum Fliegen war, gab’s dennoch genug zu tun. Sei es Theorieunterricht, nach dem unser neuer Max förmlich gebettelt hat, Hecken verschneiden, Rasenmähen, Tore streichen und Windenseile neu aufzuziehen oder zu spleißen. Und neben der ganzen Arbeit darf das Vergnügen auch nicht zu kurz kommen. Deswegen unternahmen wir einen Nachmittag im Spaßbad Riff, aßen lecker Abendessen beim Italiener in der Stadt und gönnten uns am Abend ein Outdoor-Sommerkino mit Asterix und Obelix. Und auch die Sportlichen unter uns kamen nicht zu kurz mit Tischtennis, Fußball und in den Abendstunden, wenn der Wind etwas nachließ, sogar noch Federball.

Nun noch etwas in eigener Sache: Nochmal ein riesen Dankeschön DDR Lommatsch Libellean alle beteiligten Personen, die den Lehrgang ermöglicht haben. Danke Richard für die Organisation als Lehrgangsleiter, an unsere Angela für die wunderbare Verpflegung, die uns jeden Tag ordentlich den Bauch füllte. Aber ganz besonders möchte ich der Jugendtruppe danken, die bei allen Dingen begeistert und mit vollem Tatendrang dabei war und angepackt hat. Da kommt schon eine ganz andere Dynamik zu Stande und das kann auch gerne weiterhin so bleiben. Sei es Küchendienst oder Flugbetrieb, Baustunden oder einfach nur Spaß haben, ihr wart euch für nichts zu schade. Letztendlich haben wir es euch zu verdanken, dass der Lehrgang trotz des miesen Wetters so ein Erfolg war, denn ihr habt ihn maßgeblichen mitgestaltet. Am Ende der Woche sind wir doch zu einer richtig guten Gruppe zusammengewachsen.
Bleibt nur noch zu sagen: Auf einen ebenso schönen und erfolgreichen Herbstlehrgang mit hoffentlich besserem Wetter!

Alle Bilder vom Sommerlehrgang gibt’s hier zum durchklicken: