Herbstlehrgang 2019

Viele Oschatzer haben sich gefreut und nicht schlecht gestaunt, dass auch unter der Woche zahlreiche Segelflieger im Herbst am Himmel zu sehen sind. Unser jährlicher Herbstlehrgang fand wieder regen Zuspruch und so trafen sich vom 12.-20.10. ehrenamtliche Fluglehrer, Windenfahrer und Flugschüler auf dem Flugplatz Oschatz.

Bei bestem Schulungswetter konnten die Schüler nahezu jeden Tag fliegen und machten in der Schulung erhebliche Fortschritte. Die eine lernte Starten und Landen, ein anderer das erfolgreiche Meistern von Gefahrensituationen und unser Rico bestand sogar seine B-Prüfung. Herzlichen Glückwunsch!

Unser Fallschirmpacker und Fluglehrer Thomas erklärte wie ein Fallschirm im Notfall zu öffnen und zu nutzen ist. Viele waren überrascht, wie groß doch so ein Fallschirm sein kann! Als Zugabe wurde dann auch das professionelle Zusammenlegen und Packen gezeigt.

Bist du schon einmal auf dem Tower – der Flugverkehrsüberwachung – an einem großen Flughafen gewesen? Wir haben uns das jetzt einmal näher angeschaut und sind begeistert von der herzlichen Aufnahme, der ruhigen Arbeitsweise und grandiosen Aussicht neben all der Technik! Fast der gesamte Fliegerclub Oschatz durfte sich unter Anleitung von Herrn Schrepel den Tower am Flughafen Leipzig/Halle bestaunen. Wir Piloten freuen uns nun zu wissen, mit wem wir da per Funk während des Fliegens kommunizieren. Und hungrig wie wir danach waren, sind wir dann beim Griechen essen gewesen.

Nachdem der Mittwoch und Donnerstag doch recht kalt waren, sind wir alle zusammen ins warme Riff nach Bad Lausick gefahren. Zwischen Wettschwimmen, vom 5 Meter Turm springen und in der Sauna die Seele baumeln lassen, bildeten wir auch Ketten in der Reifenrutsche. Für alle immer spaßig und toll zu sehen wie auch diese Kleinigkeiten den Gruppenzusammenhalt in unserer Jugend stärkt!

Die Tapferen unter uns erledigten auch viele Arbeiten in der Werkstatt. Vom Aufräumen und Sortieren der Lager, über das Sanieren des Fundamentes unserer Halle bis hin zum neuen Sofaaufbau auf unserem Kurbelinchen – wir haben viel geschafft. Unsere zwei Flugschülerinnen Hannah und Patricia lernten sogar das Spleißen. Damit können Sie nun gerissene Seile reparieren und zusammenfügen. Dies braucht Kraft, Ausdauer und auch etwas Gehirnschmalz!

Zwischen den vielen leckeren Mahlzeiten von Angela haben wir auch einen kleinen Ausflug mit dem Rad in die Pilze unternommen. Rund um den Collm fanden wir reichlich Maronen, Steinpilze und jede Menge Champignons. Diese gab es dann selbst zubereitet zum Abendbrot. Nicht zuletzt gab es nach jedem Fliegertag auch ein wärmendes Lagerfeuer oder eine tolle Kurbelinchenausfahrt auf den Hutberg.

Unser großer Dank gilt unserer Küchenfee Angela, die uns jeden Tag frisch und abwechslungsreich bekochte. Ebenso danken wir den zahlreichen Fluglehrern, welche sich die Zeit genommen haben, uns Flugschülern des richtigen Fliegens zu belehren, an die Windenfahrer, die es uns ermöglichten, in die Luft zu kommen und natürlich auch den Startleitern, die dafür sorgten, dass am Start immer alles rund lief. Und das alles organisiert von unserem Jugendleiter Erik. Vielen Dank!

Wir hoffen, dass der nächste Lehrgang genauso schönes Wetter bereithält, wir viel fliegen können und unsere Werkstatt Projekte, wie den Flugsimulator, fertig stellen können.

Am 26.10. feiern wir übrigens unser Abfliegen – den letzten Flugtag für diese Saison. Das ist auch die letzte Chance dieses Jahr noch einen Gastflug zu unternehmen bei schönem Wetter. Hast du Lust?

„Jugend fliegt“ – das Nachwuchs-Event

In seinen Sommerferien war unser Vincent als Helfer mit bei der Erstauflage von „Jugend fliegt“ auf dem Verkehrslandeplatz Eisenach-Kindel mit dabei. Warum dies eine ganz besondere Woche für ihn war, erzählt der Achtzehnjährige nach seiner Rückkehr zum heimischen Flugplatz in einem Interview.

„Hallo Vincent. Schön, dass du dir die Zeit nimmst.“

Erzähl uns doch erstmal, was „Jugend fliegt“ überhaupt ist.

„Das „Jugend fliegt“ war ein siebentägiges Jugendlager der Luftsportjugend des Deutschen Aeroclubs für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, bei dem alle Luftsportarten vorgestellt und ausprobiert werden konnten. Also vom Drachenfliegen, Ballonfahren, Segelflug, Motorflug, Kunstflug, Fallschirmspringen und auch Flugmodellbau war alles vertreten. Es gab auch eine Berufsmesse für alle teilnehmenden, wo namhafte Arbeitgeber aus der Luft- und Raumfahrtbranche über eine mögliche Karriere informierten. Das war ziemlich interessant.“

Und was war deine Aufgabe bei diesem Event?

„Ich hatte mich als Helfer für den Flugbetrieb eingetragen. Das heißt, ich habe die Flugzeuge auf den Start vorbereitet und nach der Landung wieder mit zurückgebracht, damit der nächste Interessent seine Chance auf einen Mitflug bekommt. Zudem habe ich natürlich auch die ankommenden Fluggäste betreut und sie auf ihr bevorstehendes Erlebnis vorbereitet, bzw. beim Einsteigen und Anschnallen geholfen.“

Wie bist du eigentlich darauf gekommen, bei diesem Event mitzuhelfen?

 „Ein guter Freund und Fliegerkamerad aus Großrückerswalde hatte davon im Internet erfahren und mich gefragt, ob ich nicht auch mit ihm eine Woche die Luftsportjugend dabei unterstützen möchte, junge Menschen von der Luftfahrt zu begeistern. Das klang für mich richtig interessant und so haben wir uns zusammen als Helfer angemeldet.“

Was war für dich persönlich ein echtes Highlight dieser Woche?

„Auf jeden Fall waren die Ballonstarts am Abend und am Morgen phänomenal. Das ist schon sehr beeindruckend, wenn man so viele Ballone auf einmal starten sieht. Ich habe mir das jedes Mal sehr gerne angeschaut.

Außerdem hat mich das Kunstflugprogramm von Mike Rottland (Deutscher Meister im Motorkunstflug) mit seiner Extra 300 total gefesselt. Er hat eine richtig gute Vorführung gezeigt und es sogar mit Rauch hinter dem Flugzeug noch spektakulärer gemacht. Einfach der Wahnsinn!

Ach ja und als kleines Dankeschön, durfte ich sogar auch einmal im Segelflugzeug mitfliegen. Das war echt nett von der restlichen Helfer-Crew und ich fand es toll, nach meinen drei Wochen Urlaub endlich wieder im Cockpit zu sitzen. Nochmal danke dafür an dieser Stelle!“

Welches Ziel hatte denn die Erstauflage des Jugendlagers?

„Die Idee dahinter war, dass wir Kinder und Jugendliche für die Luftfahrt begeistern und ihnen die Möglichkeiten in den vielseitigen Luftsportarten vorstellen. Vielleicht sogar mit dem Effekt, dass einige von ihnen später in Vereinen aktiv werden und Teil der Luftsportjugend in Deutschland werden.“

Im F-Schlepp über Eisenach-Kindel

Du bist selbst leidenschaftlicher Segelflieger. Wie würdest du junge Leute in deinem Alter für die Luftfahrt begeistern?

„Nur davon erzählen bringt nichts. Man muss seine Leidenschaft den anderen direkt vermitteln. Ich sage immer, kommt einfach auf den Flugplatz, fliegt mal eine Runde mit und ihr werdet sehen, dass man davon so schnell nicht wieder loskommt. Also einfach mal die Leute ins kalte Wasser schmeißen und sie mit dem Fliegervirus infizieren. Das ist meine Strategie.“

Sind denn Jugendliche überhaupt noch für das Fliegen zu begeistern oder sind Computerspiele und rauschende Partys viel interessanter?

„Ich denke schon, dass großes Interesse für die Fliegerei besteht. Wer träumt als Kind nicht vom Fliegen oder ist zumindest davon fasziniert? Wichtig ist nur, dass in den Vereinen, die junge Leute werben wollen, die Altersstruktur stimmt. Andere Jugendliche ziehen bei sowas auch immer. Dann muss natürlich das Vereinsklima stimmen, man muss das Leben im Verein und den Luftsport an sich attraktiv gestalten. Und wo kann man denn schon so eine Party schmeißen, wie auf dem Flugplatz wo man Platz hat und keinen stört?“

Was ist dein Fazit aus einer Woche „Jugend fliegt“?

„Mir hat es auf jeden Fall gefallen. Es war für mich sehr interessant, neues zu entdecken. Man trifft neue Leute und verknüpft sich untereinander. Auch mal die vielen Facetten des Luftsports kennenzulernen, die man sonst nicht so miterlebt, war eine Bereicherung für mich.

Wir haben den Teilnehmern ein recht breites Angebot an Möglichkeiten aufzeigen können und ich denke, dass auf so manchen der Funke der Begeisterung für den Luftsport übergesprungen ist. Für mich war es also eine rundum gelungen Woche und ich bin stolz ein Teil davon gewesen zu sein.“

Vielen Dank, Vincent, für den kleinen Einblick und vielleicht kannst du uns ja mit deinen gewonnen Erfahrungen beim Fliegerclub Oschatz e.V. unterstützen.

Wenn Drachen Segelfliegen lernen… der Sommerlehrgang 2019 beim Fliegerclub Oschatz e.V.

Ein grandioser Sommerlehrgang ist schon wieder vorbei. Die Vereinsmitglieder des Fliegerclub Oschatz e.V. nutzten die erste Ferienwoche für eine spannende und motivierende Flugausbildung, feierten reichlich und entspannten in der eigenen Summerlounge.

Sommerlounge

Das bomben Wetter und der  unermüdliche Einsatz der ehrenamtlichen Fluglehrer verhalfen unseren vielen motivierten Flugschülern jede freie Minute in der Luft schwebend zu verbringen. Zudem durften wir den Habicht e.V. bei uns begrüßen, der sein jährliches Modellbau- und Modellflugcamp auch dieses Jahr wieder auf unserem Platz aufgeschlagen hat. Jeden Flugtag versuchten unsere Flugschüler ihre selbst gesteckten Ziele zu erreichen oder zu übertreffen. Das gelang mal mehr und mal weniger gut, dafür immer mit reichlich Spaß und Freude. Mal gab es keine Thermik oder der Fluglehrer simulierte einen Seilriss. Dann reichte die Höhe nur zu einer kurzen Platzrunde und die Flugschüler sammelten reichlich Erfahrung im Starten und Landen. Und wenn es mal nur zu einer Platzrunde gereicht hat, da das Wetter keine Thermik hergeben wollte oder die Fluglehrer ihren Spaß damit hatten ein paar Seilrisse zu simulieren, hat jeder Flugschüler so aus diesen Flügen sehr viel Erfahrungen gesammelt.

Am Mittwoch haben sich Vincent, Niclas, Erik und Marco mit bester Thermik und schönem Wetter gleich zu einem Streckenflug im Team zu Erfolg verleiten lassen. Alle vier flogen vorbei an Grimma und Leipzig nach Laucha. Zurück ging es dann wieder mit Rückenwind nach Oschatz. Und neben den fliegerischen Ambitionen haben wir in der flugfreien Zeit auch sehr viel Spaß gehabt. An einem Tag hat der Verein für alle eine Kanutour in einem Drachenboot beim Kanuheim Bischofswiese organisiert.  Mit Ruder bestückt und vollkommen nass gespritzt kämpften sich Flugschüler und –Lehrer mehrere Kilometer durch das Wasser. Vor den Augen des Ferienlagers vom Anglerverein Leipzig bewiesen sie sich mit einem grandiosen Rennen über 400m. Und die Anstrengung wurde belohnt – die Piazza Toscana in Oschatz verköstigt uns mit bester Bewirtung.

Kanufahrt in Bischofswiese

Die anderen Abende wurden meist am Volleyballnetz verbracht oder vor der selbst aufgestellten Kinoleinwand am Pool. Und wer dann immer noch zu viel Energie hatte tüftelte tatkräftig in der vereinseigenen Werkstatt an unserem Flugsimulator. Rundum war dieser Sommerlehrgang ein voller Erfolg und wir sind noch immer überwältigt von der Begeisterung, Sportlichkeit und dem Ehrgeiz den unsere Flugschüler und ehrenamtlichen Fluglehrer an den Tag gelegt haben!

Volleyball auf dem Flugplatz

Ein großer Dank geht nach dieser tollen und anstrengenden Woche deshalb an die Windenfahrer, Flugleiter, Fluglehrer und sonstiges sicherstellendes Personal. Alle haben sich dafür extra Urlaub genommen. Ein großer Dank geht auch an Erik, unseren Jugendleiter, für die gesamte Organisation und unsere liebe Angela, die uns Tag für Tag frisch und abwechslungsreich verköstigte.

Wir freuen uns jetzt schon auf den kommenden Herbstlehrgang vom 12.10.-20.10. diesen Jahres. Pläne und Ziele haben wir ja schon viele…

Gemeinsamer Streckenflug

Wer jetzt Lust auf einen Rundflug im Segelflugzeug oder Motorflugzeug bekommen hat, der kann jedes Wochenende bei gutem Wetter gern einmal vorbeischauen und mitfliegen oder uns einfach einmal so besuchen. Der Fliegerclub Oschatz e.V. freut sich auf euch!

Oschatzer landen unter den TOP 10 – Landesjugendvergleichsfliegen

Drei unserer Nachwuchspiloten haben sich beim 19. Sächsischen Landesjugendvergleichsfliegen (LJVF) in Görlitz gemessen. Für die meisten Teilnehmer ist dies die erste Möglichkeit, um Wettbewerbsluft zu schnuppern und ihre theoretischen sowie fliegerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Drei Tage lang war der Flugplatz am Fuß der Landskrone Heimat der jungen Segelflieger aus Sachsen. So auch die von Niclas, Vincent und Elias – die als (ehemalige) Flugschüler unseren Fliegerclub Oschatz e.V. dort vertraten.

Einweisungsflug
Einweisungsflug

Sie starteten mit unserem SZD-30 Pirat, in dem sie auch im Vorfeld schon am heimischen Flugplatz üben durften. Es ist schön, dass unser Verein die Jugendgruppe z.B. mit dem Transport des Piraten dank Kisi unterstützt, denn das ist nicht selbstverständlich.

Insgesamt traten 30 Teilnehmer aus knapp 10 Vereinen an, um das, was sie in ihrer Flugausbildung gelernt haben, vor einer offiziellen Jury zu zeigen. Trotz sahara-ähnlichem Wetter – 40 Grad und pralle Sonne – gaben sich die 14- bis 25-Jährigen alle Mühe, beim Wettbewerb möglichst wenig Fehlerpunkte mitzunehmen.

Unsere Jugend beim LJVF
Unsere Jugend beim LJVF

Der Wettkampftag startete bereits um 6:30 Uhr, denn es galten 90 Starts insgesamt, also 3 Wertungsdurchgänge pro Teilnehmer zu absolvieren. Leider machte uns die Technik am Boden zu schaffen, weshalb sich die Wertung nur auf zwei Durchgänge beschränkte. Immerhin mussten wir dann dadurch 3 Stunden weniger im Flieger schwitzen – und waren „schon“ um 19:30 Uhr mit dem offiziellen Wettkampf fertig.

Am Ende des Tages konnten wir einen Oschatzer unter den Top 10 verbuchen und feierten dies mit dem gesamten Team und den anderen Teilnehmern.

TeilnehmerInnen des LJVF in Görlitz
TeilnehmerInnen des LJVF in Görlitz

Besten Dank an unsere Jungs für ihr Engagement und viel Erfolg im nächsten Jahr – Ziel: Bundesjugendvergleichsfliegen.

Autoren: Stephanie Köchel und Erik Simon

Fliegerfest 2019

Auf dem Fliegerfest und über den (Regen-)wolken

Das Wetter bescherte den Oschatzern das ganze Wochenende über winterliche Temperaturen, doch trotzdem kamen hunderte Flugzeugbegeisterte Menschen auf den Oschatzer Flugplatz – denn endlich war es wieder soweit. Am ersten Mai-Wochenende fand unser alljährliches Fliegerfest parallel zu dem musikalischen 24-Stunden-Festival A(i)rea24 statt.

A(i)rea24 Lasershow

So sorgten donnernde Bässe von Live-Acts wie Stereoact und MarkOh, Lasershows in unserem Flugzeug-Hangar und ein spektakuläres Feuerwerk für ordentlich Stimmung. Eine richtige Festival-Atmosphäre, stellte sich auch bei unseren Gästen ein, die bis nachts um vier zu den Beats der insgesamt 16 DJs tanzten.

Wetterbedingt – der Samstag war von regelmäßigen (Schnee-)Regenschauern begleitet – starteten unsere Piloten dann am Sonntag in die Lüfte und die Besucher des Fliegerfestes konnten die eindrucksvollen Flugshows und Segelkunstflüge unserer Piloten beobachten. Manche Flugzeuge starteten sogar mit Gästen auf dem Rücksitz, denn viele Besucher nutzten die Chance und buchten ihren ersten Rundflug mit einem Segel- oder Motorflugzeug. Auch längere Thermikflüge waren möglich, welche die kalten Füße mit spektakulären Aussichten auf Sachsens Landschaften und Städte belohnten. Unser Moderator Jan Simon versorgte unsere Gäste dabei mit spannenden Details und Erklärungen zu jedem Flugzeug in der Luft und am Boden.

F-Schlepp mit Ausblick auf Mügeln

Auf dem Flugplatz herrschte also reger Flugverkehr, vor allem nachdem auch unsere Fliegerfreunde aus dem Partnerverein Blomberg und der Oldtimer Segelflug Club Wasserkuppe mit ihren eigenen Flugzeugen angereist waren. Damit hatten die Gäste des Fliegerfestes die einmalige Gelegenheit, neben unseren vereinseigenen Flugzeugen auch die Oldtimer wie eine Yakovlev Yak-52 und zwei historische Segelflugzeuge, Ka 6E und ein Grunau Baby 2b, des Oldtimer-Segelflug-Clubs Wasserkuppe auf dem Fliegerfest zu sehen.

Be- und Entladen der Segelflugzeuge von der Wasserkuppe
Offenes Cockpit

Dabei waren wahrscheinlich alle von dem historischen Flair und dem offenen Cockpit dieser Oldtimer sehr angetan.

Wir danken unseren Fliegerkameraden von der Wasserkuppe, die es sogar den Oschatzern Junglizenzpiloten unter uns ermöglicht haben, ihr fliegerisches Können auf den hölzernen Einsitzern aus der Rhön unter Beweis stellen zu können.

Aber auch am Boden sorgten unsere ehrenamtlichen Mitglieder für Begeisterung. So wurden unsere Gäste beispielsweise bei unserer Cafeteria mit selbstgebackenden Kuchen und von unserem Modellflugverein mit beeindruckenden Modellflugzeugen zum Anfassen versorgt. Um sich dann zwischendurch wieder aufwärmen zu können, half ein heißer Becher Glühwein an unserer Tombola, bei der es neben exklusiven Rundflügen und Ballonfahrten auch jede Menge anderer Preise zu gewinnen gab.

Grüße aus der Tombola

Wir danken allen Besuchern unseres Fliegerfestes für ihr Interesse, und hoffen, dass euch unser Fliegerfest gefallen hat. Auch möchten wir uns für eure Spenden bedanken, die einen wesentlichen Beitrag zu unserer Jugendarbeit leisten.

Abschließend möchten wir uns an dieser Stelle nochmals ganz recht herzlich bei allen ehrenamtlichen Helfern und Piloten auf dem Flugplatz bedanken – auch denjenigen von unseren Partnervereinen. Ihr habt dafür gesorgt, dass unser Fliegerfest für die Anwesenden und die Teilnehmer zu einem wunderschönen Erlebnis wurde.

Vielen Dank.

PS: Und wenn Ihr Kind auch einmal in die Lüfte steigen möchte, dann bringen Sie es gerne am 18.05. zum kostenlosen AIRlebnistag bei uns vorbei.

Bericht: Niclas Dannemann

Jugend in der Werkstatt

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Die Saison ist schon länger Geschichte und das heißt für die meisten Segelflieger auf dieser Erde häufig, Steuerknüppel gegen Polierwatte und diverses Werkzeug zu tauschen. So auch bei uns. Die Werkstatt ist gut gefüllt mit unseren Vereinsmaschinen und so manches Klubmitglied verirrt sich an diesen grauen Tagen auf den Flugplatz, um bei der Winterwartung zu helfen. Ein Grund dafür mag vielleicht auch sein, dass unsere Angela uns zum Mittagessen an den Baudiensttagen immer emsig beköstigt. Danke dafür!

Besonders erfreulich ist dabei aber auch, dass sich unsere Flugplatzjugend ebenfalls fleißig mit an den Wartungsarbeiten beteiligt, wenn sie nicht gerade dem Theorieunterricht lauschen muss. Denn auch hier gilt der Grundsatz: viele Hände, schnelles Ende. Deswegen schätzen wir das Engagement unserer Nachwuchspiloten sehr und hoffen für die Zukunft, dass sie weiterhin so tatkräftig mit anfassen.

Eislaufen Jugend
Eislaufen mit der Jugend

Wie auch im Sommer, steht natürlich nicht nur unser gemeinsames Hobby auf der Tagesordnung, sondern auch das Miteinander und die Geselligkeit innerhalb des Vereins mit ganz oben auf der Liste. Als Beispiel kann da zum Beispiel unsere kürzlich stattgefundene Weihnachtsfeier genannt werden. Wir besichtigten das Geophysikalische Observatorium auf dem Collm, unweit unserer Platzkante und lernten so manches über die historische und moderne Erdbebenforschung. Anschließend ließen wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer auf dem Flugplatz mit Glühwein und Bratwurst ausklingen. Auch unsere Jugend hatte nach einem Tag Werkstattdienst am Samstag zuvor noch nicht genug und betätigte sich sportlich auf der Eisbahn im Freizeitzentrum Freital. Natürlich ist es immer schwer, alle unter einen Hut zu bekommen, da durch Arbeit und Privatleben so manch einer Verpflichtungen hat. Dennoch war es schön sechs Leute für diesen Ausflug zu begeistern. Nach etlichen Kilometern auf dem Eis, war der Kohldampf natürlich sehr groß und so wurde beschlossen, auf dem Rückweg noch beim Chinesen das All-you-can-eat-Buffet abzugreifen. Alles in allem war es nach einem arbeitsreichen Werkstatttag also gelungener Abschluss des vorweihnachtlichen Samstages.

Alle Bilder vom Winterbauprogramm gibt’s hier zum Durchklicken:

18. Sächsisches Landesjugendvergleichsfliegen

18. Sächsisches Landesjugendvergleichsfliegen

Am letzten Wochenende fand auf dem Flugplatz in Taucha bei Leipzig das 18. Landesjugendvergleichsfliegen statt, welches alljährlich in allen Bundesländern wiederholt wird, bei dem Flugschüler und junge Lizenzpiloten ihr fliegerisches Können unter Beweis stellen können. Dabei ist es Aufgabe, bei drei Wertungsflügen eine perfekt geflogene Platzrunde der Jury zu präsentieren, welche auf jedes Detail in der Ausführung der Flugmanöver genau schaut und entsprechende Fehlerpunkte verteilt. Neben einem perfekten Start und einer exakten Ziellandung in einem genau markierten Landefeld, mussten auch Übungen wie zum Beispiel ein Seitengleitflug oder Rollübungen durchgeführt werden. So traten 35 Piloten aus acht Vereinen aus ganz Sachen, von Leipzig, dem Erzgebirge bis nach Görlitz, an und sorgten für einen lebendigen Flugbetrieb mit 13 einsitzigen Flugzeugen, wie zum Beispiel einem Mistral, Astir-CS und einigen Piraten SZD-30, welche inzwischen schon wahre Oldtimer sind.

Wir haben uns sehr gefreut, dass nach einigen Jahren Pause auch wieder zwei Piloten aus Oschatz teilnehmen konnten. So war es für die beiden Flugschüler Vincent und Niclas ihr erster Segelflugwettkampf, bei dem sie für das erste Mal auch ein gutes Ergebnis abliefern konnten, wobei Vincent sogar die Platzierung auf dem 6. Platz gelang. Neben der Platzierung im Wettkampf stand vor allem das Kennenlernen anderer jugendlicher Piloten im Vordergrund, mit denen man sich austauschen konnte. So saß man abends beim Essen noch lange zusammen, um sich unter anderem über weitere fliegerische Pläne zu unterhalten oder man hatte viel Spaß bei einer gemeinsamen Runde Tischkicker und unterhaltsamer Musik. Obwohl das schlechter werdende Wetter den dritten Wertungsdurchgang leider verhinderte, war es am Ende für alle Beteiligten ein gelungenes und interessantes Wochenende.

Bericht: Vincent Löffler und Niclas Dannemann

Alle Bilder vom Vergleichsfliegen 2018 gibt’s hier zum Durchklicken:

Astir mit Richard

Anfliegen 2018

Endlich wieder zurück am Himmel

Vor dreieinhalb Wochen war es dann nun endlich wieder soweit: Nach einem langen und kalten Winter, welcher uns auch im März zu unserer geplanten Jahreshauptversammlung nochmal mit viel Schnee überrascht hatte, konnten wir nun voller Vorfreude unsere Segler wieder aus dem Winterschlaf erwecken und aufrüsten. Gerade bei unseren älteren Holzflugzeugen war dies auch teilweise ein echter Kraftakt, bei dem wieder viele fleißige und vor allem kräftige Hände gebraucht wurden.

Als nun im April das Wetter endlich wärmer wurde, stieg auch die Lust auf den ersten Flugbetriebstag immer mehr, wobei wir aber gemeinsam mit vielen andere Segelflugvereine in Deutschland erst abwarten mussten, dass unsere Grasbahn auf dem Flugplatz wieder benutzbar wird und wir bei den ersten Flugversuchen nicht gleich im Schlamm stecken bleiben, weshalb unser geplanter Osterlehrgang leider nicht stattfinden konnte.

Vorletzten Sonntag war dann endlich der Tag gekommen, an dem wir bei strahlendem Sonnenschein den ersten Flugbetrieb in diesem Jahr wagen konnten. Es war eine wahre Freude, nach Langem mal wieder weitestgehend alle Flugzeuge auf einmal auf unserer Wiese sehen zu können. So wurden an diesem Tag zahlreiche Werkstatt- bzw. Überprüfungsflüge auf sieben von unseren acht Vereinssegelflugzeugen, sowie unserem Motorsegler durchgeführt. Außerdem konnten wir am Start auch private Flugzeuge, wie einen Bergfalken, eine PW-5 und eine DG100 sehen. Nebenbei haben wir auch noch einige Fallschirme, welche von der Überprüfung kamen, wieder gepackt, damit auch die Sicherheit bei unserem Sport nicht zu kurz kommt. Und obendrein konnten wir schließlich noch unsere neue slowenische Winde zum ersten Mal testen (näheres dazu in unserem vergangenen Artikel „Nach der Flugsaison ist vor der Flugsaison“).

Auch die Schulung konnte wieder anlaufen, wobei durch den doch sehr beträchtlichen Seitenwind an diesem Tag, sich die meisten mit einer kurzen Platzrunde zufrieden geben mussten und dabei aber auch gleich das Fliegen bei besonderen Windverhältnissen üben konnten. Einigen Lizenzpiloten gelang es jedoch sogar, die an diesem Tag teilweise vorherrschende Blau-Thermik zu nutzen und sich dabei auch bis zu 900 Meter hoch vorzuarbeiten. Somit war es für uns alle ein sehr gelungener Auftakt in die diesjährige Flugsaison, die hoffentlich von viel Thermik und fliegerischen Erfolgen, wie bestandenen praktischen Prüfungen, geprägt sein wird. In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern und Fliegerkameraden einen angenehmen und erfolgreichen Sommer.

Bericht: Niclas Dannemann

Alle Bilder gibt’s hier zum Durchklicken:

Blanik D-9196 Halle

Nach der Flugsaison ist vor der Flugsaison

Nachdem wir im Sommer die Wochenenden zum Fliegen nutzen, warteten mit Beginn des Winters auch wieder die fürs Fliegen notwendigen Wartungsarbeiten auf uns. Normalerweise hätte am 28. Oktober unser traditionelles Abfliegen mit Ziellandewettbewerb stattgefunden, bei dem jeder Pilot seine fliegerischen Fähigkeiten beim punktgenauen Landen unter Beweis stellen kann, was wir aufgrund der winterlichen Temperaturen leider ausfallen lassen mussten.

So hatten wir fast den gesamten Tag damit verbracht, unsere Flugzeuge auseinanderzubauen oder, wie es im Fachjargon heißt, „abzurüsten“. Das bedeutet, dass die Tragflächen, sowie Teile des Leitwerks vom Rumpf der Segelflugzeuge getrennt werden und in unserem Hangar verstaut werden, bevor sie dann über die Wochenenden des Winters verteilt alle nacheinander in unsere Werkstatt kommen, wo eventuell angefallene Reparaturarbeiten durchgeführt werden und vor allem eine grundlegende Inspektion aller einzelnen Flugzeugkomponenten von unseren fachkundigen Vereinsmitgliedern vorgenommen wird. Eine Hauptarbeit dabei ist, die gesamte Oberfläche von Rumpf und Tragflächen in aufwändiger Handarbeit zu reinigen und zu polieren, wobei es immer vieler fleißiger Helfer bedarf, welche an den Wochenenden zahlreich auf dem Flugplatz mithalfen. So trafen wir uns also während des gesamten Winters jeden Samstag und manchmal sogar sonntags in der gut beheizten Werkstatt, um zusammen unseren Flugzeugpark wieder auf Vordermann zu bringen und unsere fliegerischen Erfahrungen dabei auszutauschen und uns gemeinsam schon auf den baldigen Saisonstart im Frühling zu freuen. Dabei kam natürlich auch ein gemütliches Zusammensitzen bei einem leckeren Mittagessen nie zu kurz.

Im Spätwinter gab es dann schließlich auch noch eine Neuanschaffung des Fliegerclubs zu bestaunen. Und zwar haben wir uns nach längerem Überlegen dazu entschlossen, eine zweite H4-Seilwinde für unseren Flugplatz anzuschaffen, welche im Februar von ihrem alten Standort in Slowenien zu unserem Flugplatz in Oschatz transportiert wurde. Auf die Weise können wir verhindern, dass ein schwerer technischer Defekt an unserer vorhandenen Winde einen Segelflugbetrieb unmöglich macht und uns somit im Notfall vor einem frühzeitigen Ende der Flugsaison retten würde. Vor wenigen Wochen wurde dann wiederum unsere alte H3-Winde aus den 60er-Jahren verkauft, welche bei uns leider aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden durfte und wegen geringerer Zugkraft und hoher Umweltbelastung für unseren Flugbetrieb auch keine sinnvolle Lösung mehr darstellte. So wird sie ihre alten Tage nun in einem Verein in Kroatien verbringen.

Bericht: Vincent Löffler und Niclas Dannemann

Alle Bilder vom Winterbauprogramm gibt’s hier zum Durchklicken:


Schulhoffest Grimma 2017

Zu Gast beim Schulfest in Grimma

Etwas ganz besonderes konnten die Schüler der Oberschule Grimma bei ihrem Schulfest erleben. Wir waren mit unserem Astir zu Gast und jeder Schüler konnte nach Lust und Laune Fragen stellen, alles ausprobieren und einmal mitfliegen. Mit diesem Highlight gestalteten wir den Schultag noch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wir haben uns riesig gefreut, den Jugendlichen das Fliegen einmal hautnah zeigen zu dürfen!

Das MuldentalTV hat darüber nocheinmal berichtet (ab Minute 2:38):