Flugzeugschlepp

Fliegerfest in Oschatz

Endlich war es wieder soweit – der Fliegerclub Oschatz lud neulich zum alljährlichen Fliegerfest ein. Sehnsüchtig nach langen Zeiten des Lockdowns erwartet, strömten die Menschen in Scharen zu uns, um endlich wieder in entspannter Atmosphäre Flugshows, Rundflüge und ein fröhliches Beisammensein genießen zu können.

Zunächst hatten wir es zwar mit starkem Nebel und niedrigen Wolken zu tun, doch das hielt uns nicht von spannenden Flugshows ab. Denn zum Glück waren auch zahlreiche Modellflugpiloten anwesend, die mit lauten Jet-Modellen, Pulsrohr-Triebwerken und selbstgebauten Kunstflugmodellen – wie etwa einer zwei Meter große Edge – beeindruckende Flugmanöver vorführten. Begeistert schauten die Gäste zu, während sie eine frische Bratwurst vom Grill oder leckeren, selbstgemachten Kuchen genossen. Auch für die Kleinen gab es viel zu sehen. So flog wieder der allseits beliebte Bonbon-Bomber und warf für die Kinder zahlreiche Süßigkeiten ab. Am Samstag Nachmittag riss der Himmel dann endlich auf und wir konnten auch schöne Rundflüge über Oschatz und Umgebung anbieten. Auch zu einer kleinen Runde in unseren Segelflugzeugen ließen sich Viele begeistern und erlebten selber hautnah die lautlose Eleganz dieser besonderen Sportart, die wir bei uns jedes Wochenende betreiben. Zu sehen gab es außerdem beeindruckende Kunstflüge von unseren Piloten in unserem neuen Segelflugzeug-Doppelsitzer Perkoz SZD-54-2.

Mit einem Mal war vom Horizont hinter dem Collmberg ein lautes Motoren-Geblubber zu hören. Es war wieder eines der Highlights bei unserem Fliegerfest – die Po-dwa Po-2 – die aus Roitzschjora angeflogen kam. Auch der historische Schulgleiter SG-38 aus Hoyerswerda war bei uns zu Gast, sodass wir am Sonntag interessante Flugzeug-Schlepps mit diesem historischen Gespann zweier Luftfahrt-Veteranen vorführen konnten und einen Einblick in die Anfänge des Segelflugs lieferten. Doch auch unsere zahlreichen Gäste durften selber mit Hand anlegen bei den mit Muskelkraft betriebene Gummiseilstarts. Dafür wurde das historische Segelflugzeug SG-38 am Boden befestigt und davor wurden von zwei Mannschaften zu je 10 Leuten dicke Gummiseile ausgezogen, mit denen der Flieger beschleunigt wurde und anschließend einige Meter vor den begeisterten Augen der Zuschauer dahingleiten konnte. Noch bis zum Abend nutzen wir das gute Wetter, möglichst vielen Flugbegeisterten einen Rundflug bieten und Flug-Shows zeigen zu können. So kam jeder an diesem schönen Wochenende auf seine Kosten und wir als Fliegerclub Oschatz e.V. sind sehr glücklich und dankbar, dass ihr alle so zahlreich erschienen seid.

Im nächsten Jahr dürfen Sie sich auch auf zahlreiche weitere Motor- und Segelflugzeuge freuen. Und selbstverständlich werden auch unsere Modellflieger wieder zahlreich vertreten sein beim nächsten Fliegerfest, welches voraussichtlich schon im Juli stattfinden wird. Können Sie es gar nicht mehr abwarten, mal wieder mit uns mitzufliegen? Dann kommen Sie doch gern auch bis Mitte Oktober an einem Wochenende bei uns zu einem Gastflug vorbei. Der Fliegerclub Oschatz freut sich auf Sie.

Bericht: Niclas Dannemann und Vincent Löffler

Segelflugzeug

Lairwoche in Kamenz

Eine ganze Woche Segelfliegen, Wetter beobachten und verstehen, Strecken planen, gemeinsam Teamflug-Taktik trainieren und Kontakte in die Segelflugszene in ganz Deutschland knüpfen – um all das ging es bei der Lairwoche in Kamenz. Zwei unserer jungen Streckenflug-Piloten hatten kürzlich die Ehre, bei diesem intensiven Streckenflugtraining mit dabei sein zu dürfen.

So ging es also vom Tag der Oschatzer – bei dem wir die Leute auf dem Marktplatz in Oschatz mit einem ausgestellten Segelflugzeug begeisterten – direkt weiter in die Lausitz. Im Schlepptau hatten wir unsere beiden Astire, mit denen wir regelmäßig Streckenflüge absolvieren. Doch diesmal fand es in einer besonderen Form statt. In Kamenz angekommen machten wir die Bekanntschaft mit etwa 40 anderen Flugbegeisterten, von jung bis alt. Neben einigen wohl vertrauten Gesichtern aus dem Sächsischen Segelflug-Kader waren aber auch Leute aus allen Ecken Deutschlands vertreten – aus Bremen, Dortmund und sogar aus Schleswig-Holstein.

Doch leider hatten wir eine sehr regenreiche Woche erwischt, weshalb an Flugbetrieb erstmal nicht zu denken war. So begannen wir die Woche mit der Besichtigung der Fallschirmmanufaktur Spekon im sächsischen Seifhennersdorf. Während einer Werksführung von den Firmenchefs konnten wir alle unsere Fragen stellen, wie denn unsere Fallschirme hergestellt werden, die wir als Segelflieger immer zur Sicherheit dabei haben. Es war sehr interessant.

Am Dienstag war es dann endlich soweit. Wir rüsteten unsere Flugzeuge auf und unternahmen erste Versuche. Nachdem wir direkt wieder landen mussten, war im zweiten Versuch dann zumindest eine kleine Strecke in die Gegend des nahegelegenen Flugplatzes von Hoyerswerda möglich.

Der nächste Tag wurde dann schließlich spannend. Ausgeschrieben wurde für alle eine kleine Aufgabe in Form eines 150-km großen Dreiecks. Doch die niedrige Bewölkung und die schlechten Steigwerte machten es nicht einfach. Wir unternahmen trotzdem den Versuch und gingen die Aufgabe an. Nicht selten hatten wir dabei ziemliches Bauchgribbeln, wenn wir nur noch in sehr geringen Höhen unterwegs und unmittelbar vor einer Außenlandung waren. Es war sehr mühselig und unsere Geduld und Feingefühl waren stets gefragt. So schafften wir dann auch die erste Wende. Doch danach hatten wir es mit einer mittelhohen Bewölkung zu tun, einer sogenannten Abschirmung, die die weitere Thermikbildung quasi unmöglich machte. Nachdem einer von uns dann bereits auf einem Acker außengelandet war, versuchten es die Beiden anderen, noch den Flugplatz von Kamenz zu erreichen, doch mussten wenig später auch auf einem Feld landen. Aber, es ist zum Glück alles gut gegangen. Wir waren am Ende jedoch sehr stolz, dass wir uns als einziges Team an diesem Tag an die Aufgabe gewagt haben.

Obwohl das Wetter auch den weiteren Lehrgang über nur sehr bescheiden war und schlussendlich nur an 3 Tage das Fliegen zuließ, lernten wir trotzdem eine ganze Menge. So gab es fast täglich spannende Live-Vorträge zu Themen wie der Wetteranalyse, Flugsicherheit und Technik. Auch ein entspannender Filme- sowie Cocktail-Abend durfte nicht fehlen. Doch das wichtigste war, dass wir jede Menge neue Kontakte knüpfen und interessante Gespräche führen konnten.

Wir freuen uns auf jeden Fall, auch im nächsten Jahr wieder dabei sein zu können.

Bericht: Niclas Dannemann und Vincent Löffler

AIRobics Charity

AIRobics Charity 2021

Bewegung und Sport machen Spaß – und am schönsten ist es, wenn wir diese Freude mit möglichst vielen Menschen teilen können.

Gemeinsam mit der lizensierten Zumba-Trainerin Ulrike Kühne habe ich, Stephanie Köchel, mich daher entschieden, ein sportliches Benefiz-Event in Oschatz auf die Beine zu stellen, dessen Einnahmen alle vollumfänglich gespendet werden.  Los geht’s: am 28. und 29. August 2021 auf dem Freigelände des Fliegerclub Oschatz e.V.

Bereits im vergangenen Jahr konnte das Event hier erstmalig stattfinden – damals noch unter einem anderen Namen – und fand durchweg positive Resonanz. Insgesamt über 2.000,00 € Spendengelder konnten gesammelt werden und sind der Stiftung für krebskranke Kinder zugute gekommen. In diesem Jahr möchten wir alle Einnahmen, die sich zum größten Teil aus den Eintrittsgelder i.H.v. 5,00 € pro Tag/Person zusammensetzen, an die Ehrenamtliche des Lebenszeit e.V. in Leisnig überreichen.

Dürfen wir die ehrenamtlichen Helfer vorstellen, denen in diesem Jahr die Spendengelder zugute kommen? Genau 99 Ehrenamtliche haben es sich zur Aufgabe gemacht, die zumeist letzten Stunden der Menschen im Lebenszeit Hospiz Leisnig so schön wie möglich zu gestalten. Vielen Dank dafür! Mit unserer Spende möchten wir eure ehrenamtliche Arbeit gerne unterstützen!

Wenn auch du Lust hast, Sport zu machen und dabei etwas Gutes zu tun, dann schau einfach vorbei! Das Event startet:

  • Samstag von 14-18 Uhr
  • Sonntag von 10-13 Uhr

Bei einem 3-stündigen Workout mit: Aerobic, Tanz, HIIT und Zumba / Strong Nation ist für alle Altersgruppen etwas dabei!

Es ist keine Anmeldung nötig.

Selbstständlich sind während des Events auch unsere Piloten und Pilotinnen vor Ort, um euch jegliche Fragen zu beantworten oder euch sogar mal in die Luft mitzunehmen! 🙂

Wir freuen uns auf dich! Stephi & Ulrike

PS: Unsere Veranstaltung findest du auch als Event hier.

Flugausbildung

Ein erfolgreicher Sommerlehrgang 2021

Ein lehrreicher und spaßiger Sommerlehrgang ist wieder einmal vorbei. In der ersten Ferienwoche vom 24. Juli bis zum 1. August waren die Vereinsmitglieder*innen des Fliegerclub Oschatz wieder zahlreich auf dem Flugplatz vertreten und nutzten diese Zeit für lehrreiche Schulung, lustige Abende und auch einige außerfliegerische Aktivitäten. Außerdem konnte der Fliegerclub auch dieses Jahr das jährliche Modellbaucamp des Habicht e.V. auf seinem Gelände willkommen heißen.

Flugausbildung

Geprägt von gutem Wetter aber auch von dem ein oder anderen windigen Tag war der Lehrgang eine großartige Möglichkeit sich bei verschiedenen Wettersituationen auszuprobieren. So kamen viele unserer Schüler*innen in ihrer Ausbildung weit voran. In der Schulung wurden auch in diesem Lehrgang wieder einige Meilensteine erreicht. Beispielsweise Kimi und Andreas, zwei unserer Flugschüler, schafften ihre B-Prüfung sowie die Umschulung auf den Piraten (einen einsitzigen Segler). Außerdem lernte unsere Flugschülerin Patricia das Starten des Segelflugzeug hinter einem Motorflugzeug und konnte sich somit für die Theorieprüfung anmelden.

Streckenflug

Aufgrund des guten Wetters kamen auch unsere Lizenzpiloten auf ihre Kosten. Sie planten abends den einen oder anderen Streckenflug für den nächsten Tag. Dabei wurden Aufgaben bis zu 300km geplant. Einige dieser Flüge hatten allerdings auch Außenlandungen zur Folge. So brach an einigen Nachmittagen ein Rückhol-Team auf und holte außen gelandete Segler zurück.

Außerfliegerisches

Nebenbei betätigten wir uns auch sportlich. Nach dem Flugbetrieb wurde der Abend oft am Volleyballnetz oder der Tischtennisplatte verbracht. Ab und an machten sich einige aber auch noch auf den Weg und fuhren eine Runde mit dem Fahrrad oder den Inlinern und erkundeten die aus der Luft bekannte Gegend vom Boden. Am Donnerstag gönnten wir uns mal eine fliegerische Pause und wanderten nach dem Frühstück auf den Collm. Nachdem wir uns auf dem Flugplatz beim Mittag gestärkt hatten ging es an die Talsperre Kriebstein. Dort fuhren wir von Muskelkraft angetrieben über die Zschopau und lieferten uns zwischendurch eine kleine Wasserschlacht.

Segelflugzeug Perkoz

Im Segelflug nach Jena und zurück

Am vergangenen Samstag sind Vincent und Richard, 2 aktive Streckenflieger des Fliegerclub Oschatz e.V., bei starkem Wind von Oschatz bis nach Jena geflogen. Dabei haben Sie viel erlebt, gesehen und spannende Fotos gemacht.

Seit diesem Jahr können solche Flüge auch als Geschichte auf der Wettbewerbsplatform „WeGlide“ hochgeladen werden. In der unteren Ansicht findet ihr den gesamten Flug. Hier könnt ihr auch herumspielen und das Segelflugzeug auf der Karte hin und her ziehen. Im unteren Teil seht ihr dann wie hoch die beiden an der jeweiligen Stelle geflogen sind. Und hier geht’s noch zum ganzen Flug: https://www.weglide.org/flight/90543

Unser neues Flugzeug!

Unsere Flugzeugfamilie hat zum Ende des Jahres 2019 Zuwachs bekommen. Wir hatten sozusagen ein seeeehr großes Weihnachtsgeschenk!

Nach vielen Mühen und manchmal auch Nerven, haben wir nun unser neues Flaggschiff im Hangar stehen. Der Fliegerclub ist ab sofort stolzer Besitzer eines SZD 54-2 Perkoz. Der Doppelsitzer in Kunststoffbauweise, aus polnischer Produktion, ist wohl erst der vierte zugelassene seiner Art in Deutschland.

Der Perkoz ist ein wahrer Allrounder. Er kann zur Schulung und zum Streckenflug verwendet werden. Noch dazu ist er voll-akro-tauglich (uneingeschränkter Kunstflug). Diese Vielseitigkeit wollen wir uns dann ab nächster Saison zu Nutze machen und ihn auf vielen schönen Flügen so richtig kennenlernen. Gleichzeitig modernisieren wir damit unseren Flugzeugpark und gehen einen weiteren Schritt in Richtung Verbundstoff-Zeitalter und weg vom guten alten Holz. Leider heißt das dann auch Abschied nehmen von unserem Bocian. Aber wo etwas Altes aufhört, ist Platz für den Beginn von etwas Neuem.

Ein bisschen müssen wir uns allerdings noch gedulden, bis wir unseren Perkoz am Himmel über Oschatz sehen werden. Es gibt noch einiges an Papierkram und kleinen Veränderungen zu erledigen.

Aber spätestens zum Saisonstart Anfang April, wird der Perkoz zum ersten Mal seine Flügel in Oschatz ausbreiten. Vielleicht lassen wir uns dazu noch etwas Besonderes einfallen. Bleibt gespannt! Wir können es selbst kaum erwarten.

Ihr wollt auch dabei sein oder vielleicht sogar selber einmal Höhenluft in unserem neuen Flugzeug schnuppern? Dann kommt doch einfach vorbei und fliegt mit uns.

Rundflug Motorflugzeug

Ehre, wem Ehre gebührt

Unser Verein ist ein recht bunt gemischter Haufen. Von ganz jung bis zum gehobenen Alter ist alles vertreten, was das Vereinsleben sehr bereichert. Die Jugend wäre sicher nicht in einem solchen Tatendrang, wenn unsere erfahrenen Mitglieder nicht mit Begeisterung ihre Erfahrungen weitergeben würden. Und da muss man selbst als Urgestein nicht zum alten Eisen gehören.

Bestes Beispiel ist da unser Peter Köhler. Er ist seit kurzem nicht nur das frisch gebackene zweite Ehrenmitglied unseres Vereins, wir durften ihm auch Ende November zu seinem 80. Geburtstag gratulieren.

Peter Köhler: Neues Ehrenmitglied des Fliegerclub Oschatz e.V.

Wir haben von Peter so manche lustige Anekdote erzählt bekommen. So zum Beispiel war er es, der mit Mathias Pollmer zusammen im Bocian in den 90ern die erste Außenlandung der Vereinsgeschichte verbuchen konnte. Oder dass er jeden Freitag Nachmittag einen kleinen Disput mit seiner Frau vom Zaun brechen musste, um das Wochenende auf dem Flugplatz verbringen zu können.

Links: 1. Vorsitzender Roland Marsch
Rechts: Ehrenmitglied Peter Köhler

Und wir haben auch viel Wissenswertes von ihm gelernt. Gerade beim Fliegen, denn auch wenn er den Fluglehrer schon seit langem an den Nagel gehangen hat, hat er bei seinen „Mitflügen“ auf dem hinteren Sitz immer wieder gezeigt, dass er es noch drauf und so auch selbst schon erfahreneren Piloten den ein oder anderen Trick gezeigt hat. Peters Leben stand und steht immer noch im Zeichen der Fliegerei. Deswegen bekam er zu seinem Geburtstag als Auszeichnung und Dank für sein jahrelanges Engagement im Flugsport die goldene Ehrennadel des Luftsportbundes Sachsen überreicht.

Peter, wir hoffen, du bleibst uns noch lange als Ehrenmitglied erhalten und freuen uns, wenn du mal wieder auf deinem Flugplatz bist. Auch wenn deine Besuche gesundheitsbedingt etwas seltener geworden sind, bist du immer herzlich willkommen. Wir laden dich gerne auf einen Flug in unserem neuen Perkoz ein.

Abfliegen

Auch wenn der Windsack an unserem Flugplatz noch weht – seit letzter Woche ist die Flugsaison 2019 leider schon wieder vorbei. Seufz! Doch immerhin haben wir das gebührend beim “Abfliegen” gefeiert.

Doch was ist das eigentlich, dieses Abfliegen? Es ist wie der Aschermittwoch im Karneval oder das Abgrillen der Ostfriesen – ein Fest, das den letzten Tag der Saison markiert und bei dem die letzten Gastflüge des Jahres stattfinden. Aber keine Sorge – die nächsten Flugzeuge werden schon ab April 2020 wieder starten.

In unserem Verein wird dieses Fest begleitet von Wettbewerben und so dürfen unsere Oschatzer Flieger sich beim alljährlichen, traditionellen Ziellandewettbewerb messen. Dabei muss der Pilot so nah wie möglich an der Landebahnschwelle landen, die durch das Lande-T markiert ist. Jeder Pilot hat nur einen Versuch. 

  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb

Am Ende des Tages werden dann die Gewinner des Wettbewerbs bestimmt. Auch der Verlierer oder das “Schlusslicht” des Wettbewerbs wird “hervorgehoben”, indem er die “Rote Laterne” von seinen Fliegerkollegen überreicht bekommt.

Siegerehrung
Siegerehrung

Neben dem Ziellandewettbewerb gab es noch weitere spannende Wettbewerbe, wie den Gummistiefelweitwurf, Darts und unseren diesjährigen Motto-Kontest: “Wer hat den lustigsten T-Shirt-Spruch?”. Nach einer kurzen Präsentation der Shirts über den Catwalk gewann unser Ecki den Preis für das beste T-Shirt und passend dazu sogar auch noch für die genaueste Ziellandung. Herzlichen Glückwunsch!

Für die Siegerehrung haben wir sogar unsere Werkstatt hübsch gemacht. Hier konnten wir zusammen Abendessen, Tischtennis spielen und dann bis in die Morgenstunden tanzen.

  • Dekoration
  • Abendessen
  • Abendprogramm
  • Tischtennis

Das Abfliegen ist einer der wichtigsten und spannendsten Events für unsere Mitglieder und es stärkt den Zusammenhalt in unserem Verein. Wir freuen uns, seit diesem Tag auch ein neues Mitglied, Dominique, in unserem Verein begrüßen zu dürfen.

Doch was machen die Mitglieder und Piloten des Fliegerclubs nun im Winter?

Winterschlaf und faulenzen sicher nicht, denn auch da gibt es alle Hände voll zu tun. Jedes Wochenende treffen wir uns in der Werkstatt, säubern, überprüfen und warten Flugzeuge entsprechend unseres “Winterbauprogramms”. Auch die Jüngsten unter unseren Mitgliedern dürfen da mit anpacken. Manche Piloten widmen sich im Winter auch ihrer Theorieausbildung, arbeiten an unserem Flugsimulator oder versuchen Sponsoren für diesen zu gewinnen. 

Alle Mitglieder haben ein gemeinsames Ziel: unsere Flugzeuge und Technik nach einer anstrengenden Flugsaison wieder aufzuhübschen und alles für den Saisonstart im April 2020 vorzubereiten.

Wir sehen uns!

Herbstlehrgang 2019

Viele Oschatzer haben sich gefreut und nicht schlecht gestaunt, dass auch unter der Woche zahlreiche Segelflieger im Herbst am Himmel zu sehen sind. Unser jährlicher Herbstlehrgang fand wieder regen Zuspruch und so trafen sich vom 12.-20.10. ehrenamtliche Fluglehrer, Windenfahrer und Flugschüler auf dem Flugplatz Oschatz.

Bei bestem Schulungswetter konnten die Schüler nahezu jeden Tag fliegen und machten in der Schulung erhebliche Fortschritte. Die eine lernte Starten und Landen, ein anderer das erfolgreiche Meistern von Gefahrensituationen und unser Rico bestand sogar seine B-Prüfung. Herzlichen Glückwunsch!

Unser Fallschirmpacker und Fluglehrer Thomas erklärte wie ein Fallschirm im Notfall zu öffnen und zu nutzen ist. Viele waren überrascht, wie groß doch so ein Fallschirm sein kann! Als Zugabe wurde dann auch das professionelle Zusammenlegen und Packen gezeigt.

Bist du schon einmal auf dem Tower – der Flugverkehrsüberwachung – an einem großen Flughafen gewesen? Wir haben uns das jetzt einmal näher angeschaut und sind begeistert von der herzlichen Aufnahme, der ruhigen Arbeitsweise und grandiosen Aussicht neben all der Technik! Fast der gesamte Fliegerclub Oschatz durfte sich unter Anleitung von Herrn Schrepel den Tower am Flughafen Leipzig/Halle bestaunen. Wir Piloten freuen uns nun zu wissen, mit wem wir da per Funk während des Fliegens kommunizieren. Und hungrig wie wir danach waren, sind wir dann beim Griechen essen gewesen.

Nachdem der Mittwoch und Donnerstag doch recht kalt waren, sind wir alle zusammen ins warme Riff nach Bad Lausick gefahren. Zwischen Wettschwimmen, vom 5 Meter Turm springen und in der Sauna die Seele baumeln lassen, bildeten wir auch Ketten in der Reifenrutsche. Für alle immer spaßig und toll zu sehen wie auch diese Kleinigkeiten den Gruppenzusammenhalt in unserer Jugend stärkt!

Die Tapferen unter uns erledigten auch viele Arbeiten in der Werkstatt. Vom Aufräumen und Sortieren der Lager, über das Sanieren des Fundamentes unserer Halle bis hin zum neuen Sofaaufbau auf unserem Kurbelinchen – wir haben viel geschafft. Unsere zwei Flugschülerinnen Hannah und Patricia lernten sogar das Spleißen. Damit können Sie nun gerissene Seile reparieren und zusammenfügen. Dies braucht Kraft, Ausdauer und auch etwas Gehirnschmalz!

Zwischen den vielen leckeren Mahlzeiten von Angela haben wir auch einen kleinen Ausflug mit dem Rad in die Pilze unternommen. Rund um den Collm fanden wir reichlich Maronen, Steinpilze und jede Menge Champignons. Diese gab es dann selbst zubereitet zum Abendbrot. Nicht zuletzt gab es nach jedem Fliegertag auch ein wärmendes Lagerfeuer oder eine tolle Kurbelinchenausfahrt auf den Hutberg.

Unser großer Dank gilt unserer Küchenfee Angela, die uns jeden Tag frisch und abwechslungsreich bekochte. Ebenso danken wir den zahlreichen Fluglehrern, welche sich die Zeit genommen haben, uns Flugschülern des richtigen Fliegens zu belehren, an die Windenfahrer, die es uns ermöglichten, in die Luft zu kommen und natürlich auch den Startleitern, die dafür sorgten, dass am Start immer alles rund lief. Und das alles organisiert von unserem Jugendleiter Erik. Vielen Dank!

Wir hoffen, dass der nächste Lehrgang genauso schönes Wetter bereithält, wir viel fliegen können und unsere Werkstatt Projekte, wie den Flugsimulator, fertig stellen können.

Am 26.10. feiern wir übrigens unser Abfliegen – den letzten Flugtag für diese Saison. Das ist auch die letzte Chance dieses Jahr noch einen Gastflug zu unternehmen bei schönem Wetter. Hast du Lust?

„Jugend fliegt“ – das Nachwuchs-Event

In seinen Sommerferien war unser Vincent als Helfer mit bei der Erstauflage von „Jugend fliegt“ auf dem Verkehrslandeplatz Eisenach-Kindel mit dabei. Warum dies eine ganz besondere Woche für ihn war, erzählt der Achtzehnjährige nach seiner Rückkehr zum heimischen Flugplatz in einem Interview.

„Hallo Vincent. Schön, dass du dir die Zeit nimmst.“

Erzähl uns doch erstmal, was „Jugend fliegt“ überhaupt ist.

„Das „Jugend fliegt“ war ein siebentägiges Jugendlager der Luftsportjugend des Deutschen Aeroclubs für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, bei dem alle Luftsportarten vorgestellt und ausprobiert werden konnten. Also vom Drachenfliegen, Ballonfahren, Segelflug, Motorflug, Kunstflug, Fallschirmspringen und auch Flugmodellbau war alles vertreten. Es gab auch eine Berufsmesse für alle teilnehmenden, wo namhafte Arbeitgeber aus der Luft- und Raumfahrtbranche über eine mögliche Karriere informierten. Das war ziemlich interessant.“

Und was war deine Aufgabe bei diesem Event?

„Ich hatte mich als Helfer für den Flugbetrieb eingetragen. Das heißt, ich habe die Flugzeuge auf den Start vorbereitet und nach der Landung wieder mit zurückgebracht, damit der nächste Interessent seine Chance auf einen Mitflug bekommt. Zudem habe ich natürlich auch die ankommenden Fluggäste betreut und sie auf ihr bevorstehendes Erlebnis vorbereitet, bzw. beim Einsteigen und Anschnallen geholfen.“

Wie bist du eigentlich darauf gekommen, bei diesem Event mitzuhelfen?

 „Ein guter Freund und Fliegerkamerad aus Großrückerswalde hatte davon im Internet erfahren und mich gefragt, ob ich nicht auch mit ihm eine Woche die Luftsportjugend dabei unterstützen möchte, junge Menschen von der Luftfahrt zu begeistern. Das klang für mich richtig interessant und so haben wir uns zusammen als Helfer angemeldet.“

Was war für dich persönlich ein echtes Highlight dieser Woche?

„Auf jeden Fall waren die Ballonstarts am Abend und am Morgen phänomenal. Das ist schon sehr beeindruckend, wenn man so viele Ballone auf einmal starten sieht. Ich habe mir das jedes Mal sehr gerne angeschaut.

Außerdem hat mich das Kunstflugprogramm von Mike Rottland (Deutscher Meister im Motorkunstflug) mit seiner Extra 300 total gefesselt. Er hat eine richtig gute Vorführung gezeigt und es sogar mit Rauch hinter dem Flugzeug noch spektakulärer gemacht. Einfach der Wahnsinn!

Ach ja und als kleines Dankeschön, durfte ich sogar auch einmal im Segelflugzeug mitfliegen. Das war echt nett von der restlichen Helfer-Crew und ich fand es toll, nach meinen drei Wochen Urlaub endlich wieder im Cockpit zu sitzen. Nochmal danke dafür an dieser Stelle!“

Welches Ziel hatte denn die Erstauflage des Jugendlagers?

„Die Idee dahinter war, dass wir Kinder und Jugendliche für die Luftfahrt begeistern und ihnen die Möglichkeiten in den vielseitigen Luftsportarten vorstellen. Vielleicht sogar mit dem Effekt, dass einige von ihnen später in Vereinen aktiv werden und Teil der Luftsportjugend in Deutschland werden.“

Im F-Schlepp über Eisenach-Kindel

Du bist selbst leidenschaftlicher Segelflieger. Wie würdest du junge Leute in deinem Alter für die Luftfahrt begeistern?

„Nur davon erzählen bringt nichts. Man muss seine Leidenschaft den anderen direkt vermitteln. Ich sage immer, kommt einfach auf den Flugplatz, fliegt mal eine Runde mit und ihr werdet sehen, dass man davon so schnell nicht wieder loskommt. Also einfach mal die Leute ins kalte Wasser schmeißen und sie mit dem Fliegervirus infizieren. Das ist meine Strategie.“

Sind denn Jugendliche überhaupt noch für das Fliegen zu begeistern oder sind Computerspiele und rauschende Partys viel interessanter?

„Ich denke schon, dass großes Interesse für die Fliegerei besteht. Wer träumt als Kind nicht vom Fliegen oder ist zumindest davon fasziniert? Wichtig ist nur, dass in den Vereinen, die junge Leute werben wollen, die Altersstruktur stimmt. Andere Jugendliche ziehen bei sowas auch immer. Dann muss natürlich das Vereinsklima stimmen, man muss das Leben im Verein und den Luftsport an sich attraktiv gestalten. Und wo kann man denn schon so eine Party schmeißen, wie auf dem Flugplatz wo man Platz hat und keinen stört?“

Was ist dein Fazit aus einer Woche „Jugend fliegt“?

„Mir hat es auf jeden Fall gefallen. Es war für mich sehr interessant, neues zu entdecken. Man trifft neue Leute und verknüpft sich untereinander. Auch mal die vielen Facetten des Luftsports kennenzulernen, die man sonst nicht so miterlebt, war eine Bereicherung für mich.

Wir haben den Teilnehmern ein recht breites Angebot an Möglichkeiten aufzeigen können und ich denke, dass auf so manchen der Funke der Begeisterung für den Luftsport übergesprungen ist. Für mich war es also eine rundum gelungen Woche und ich bin stolz ein Teil davon gewesen zu sein.“

Vielen Dank, Vincent, für den kleinen Einblick und vielleicht kannst du uns ja mit deinen gewonnen Erfahrungen beim Fliegerclub Oschatz e.V. unterstützen.