Abfliegen

Auch wenn der Windsack an unserem Flugplatz noch weht – seit letzter Woche ist die Flugsaison 2019 leider schon wieder vorbei. Seufz! Doch immerhin haben wir das gebührend beim “Abfliegen” gefeiert.

Doch was ist das eigentlich, dieses Abfliegen? Es ist wie der Aschermittwoch im Karneval oder das Abgrillen der Ostfriesen – ein Fest, das den letzten Tag der Saison markiert und bei dem die letzten Gastflüge des Jahres stattfinden. Aber keine Sorge – die nächsten Flugzeuge werden schon ab April 2020 wieder starten.

In unserem Verein wird dieses Fest begleitet von Wettbewerben und so dürfen unsere Oschatzer Flieger sich beim alljährlichen, traditionellen Ziellandewettbewerb messen. Dabei muss der Pilot so nah wie möglich an der Landebahnschwelle landen, die durch das Lande-T markiert ist. Jeder Pilot hat nur einen Versuch. 

  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb
  • Ziellandewettbewerb

Am Ende des Tages werden dann die Gewinner des Wettbewerbs bestimmt. Auch der Verlierer oder das “Schlusslicht” des Wettbewerbs wird “hervorgehoben”, indem er die “Rote Laterne” von seinen Fliegerkollegen überreicht bekommt.

Siegerehrung
Siegerehrung

Neben dem Ziellandewettbewerb gab es noch weitere spannende Wettbewerbe, wie den Gummistiefelweitwurf, Darts und unseren diesjährigen Motto-Kontest: “Wer hat den lustigsten T-Shirt-Spruch?”. Nach einer kurzen Präsentation der Shirts über den Catwalk gewann unser Ecki den Preis für das beste T-Shirt und passend dazu sogar auch noch für die genaueste Ziellandung. Herzlichen Glückwunsch!

Für die Siegerehrung haben wir sogar unsere Werkstatt hübsch gemacht. Hier konnten wir zusammen Abendessen, Tischtennis spielen und dann bis in die Morgenstunden tanzen.

  • Dekoration
  • Abendessen
  • Abendprogramm
  • Tischtennis

Das Abfliegen ist einer der wichtigsten und spannendsten Events für unsere Mitglieder und es stärkt den Zusammenhalt in unserem Verein. Wir freuen uns, seit diesem Tag auch ein neues Mitglied, Dominique, in unserem Verein begrüßen zu dürfen.

Doch was machen die Mitglieder und Piloten des Fliegerclubs nun im Winter?

Winterschlaf und faulenzen sicher nicht, denn auch da gibt es alle Hände voll zu tun. Jedes Wochenende treffen wir uns in der Werkstatt, säubern, überprüfen und warten Flugzeuge entsprechend unseres “Winterbauprogramms”. Auch die Jüngsten unter unseren Mitgliedern dürfen da mit anpacken. Manche Piloten widmen sich im Winter auch ihrer Theorieausbildung, arbeiten an unserem Flugsimulator oder versuchen Sponsoren für diesen zu gewinnen. 

Alle Mitglieder haben ein gemeinsames Ziel: unsere Flugzeuge und Technik nach einer anstrengenden Flugsaison wieder aufzuhübschen und alles für den Saisonstart im April 2020 vorzubereiten.

Wir sehen uns!

Herbstlehrgang 2019

Viele Oschatzer haben sich gefreut und nicht schlecht gestaunt, dass auch unter der Woche zahlreiche Segelflieger im Herbst am Himmel zu sehen sind. Unser jährlicher Herbstlehrgang fand wieder regen Zuspruch und so trafen sich vom 12.-20.10. ehrenamtliche Fluglehrer, Windenfahrer und Flugschüler auf dem Flugplatz Oschatz.

Bei bestem Schulungswetter konnten die Schüler nahezu jeden Tag fliegen und machten in der Schulung erhebliche Fortschritte. Die eine lernte Starten und Landen, ein anderer das erfolgreiche Meistern von Gefahrensituationen und unser Rico bestand sogar seine B-Prüfung. Herzlichen Glückwunsch!

Unser Fallschirmpacker und Fluglehrer Thomas erklärte wie ein Fallschirm im Notfall zu öffnen und zu nutzen ist. Viele waren überrascht, wie groß doch so ein Fallschirm sein kann! Als Zugabe wurde dann auch das professionelle Zusammenlegen und Packen gezeigt.

Bist du schon einmal auf dem Tower – der Flugverkehrsüberwachung – an einem großen Flughafen gewesen? Wir haben uns das jetzt einmal näher angeschaut und sind begeistert von der herzlichen Aufnahme, der ruhigen Arbeitsweise und grandiosen Aussicht neben all der Technik! Fast der gesamte Fliegerclub Oschatz durfte sich unter Anleitung von Herrn Schrepel den Tower am Flughafen Leipzig/Halle bestaunen. Wir Piloten freuen uns nun zu wissen, mit wem wir da per Funk während des Fliegens kommunizieren. Und hungrig wie wir danach waren, sind wir dann beim Griechen essen gewesen.

Nachdem der Mittwoch und Donnerstag doch recht kalt waren, sind wir alle zusammen ins warme Riff nach Bad Lausick gefahren. Zwischen Wettschwimmen, vom 5 Meter Turm springen und in der Sauna die Seele baumeln lassen, bildeten wir auch Ketten in der Reifenrutsche. Für alle immer spaßig und toll zu sehen wie auch diese Kleinigkeiten den Gruppenzusammenhalt in unserer Jugend stärkt!

Die Tapferen unter uns erledigten auch viele Arbeiten in der Werkstatt. Vom Aufräumen und Sortieren der Lager, über das Sanieren des Fundamentes unserer Halle bis hin zum neuen Sofaaufbau auf unserem Kurbelinchen – wir haben viel geschafft. Unsere zwei Flugschülerinnen Hannah und Patricia lernten sogar das Spleißen. Damit können Sie nun gerissene Seile reparieren und zusammenfügen. Dies braucht Kraft, Ausdauer und auch etwas Gehirnschmalz!

Zwischen den vielen leckeren Mahlzeiten von Angela haben wir auch einen kleinen Ausflug mit dem Rad in die Pilze unternommen. Rund um den Collm fanden wir reichlich Maronen, Steinpilze und jede Menge Champignons. Diese gab es dann selbst zubereitet zum Abendbrot. Nicht zuletzt gab es nach jedem Fliegertag auch ein wärmendes Lagerfeuer oder eine tolle Kurbelinchenausfahrt auf den Hutberg.

Unser großer Dank gilt unserer Küchenfee Angela, die uns jeden Tag frisch und abwechslungsreich bekochte. Ebenso danken wir den zahlreichen Fluglehrern, welche sich die Zeit genommen haben, uns Flugschülern des richtigen Fliegens zu belehren, an die Windenfahrer, die es uns ermöglichten, in die Luft zu kommen und natürlich auch den Startleitern, die dafür sorgten, dass am Start immer alles rund lief. Und das alles organisiert von unserem Jugendleiter Erik. Vielen Dank!

Wir hoffen, dass der nächste Lehrgang genauso schönes Wetter bereithält, wir viel fliegen können und unsere Werkstatt Projekte, wie den Flugsimulator, fertig stellen können.

Am 26.10. feiern wir übrigens unser Abfliegen – den letzten Flugtag für diese Saison. Das ist auch die letzte Chance dieses Jahr noch einen Gastflug zu unternehmen bei schönem Wetter. Hast du Lust?

„Jugend fliegt“ – das Nachwuchs-Event

In seinen Sommerferien war unser Vincent als Helfer mit bei der Erstauflage von „Jugend fliegt“ auf dem Verkehrslandeplatz Eisenach-Kindel mit dabei. Warum dies eine ganz besondere Woche für ihn war, erzählt der Achtzehnjährige nach seiner Rückkehr zum heimischen Flugplatz in einem Interview.

„Hallo Vincent. Schön, dass du dir die Zeit nimmst.“

Erzähl uns doch erstmal, was „Jugend fliegt“ überhaupt ist.

„Das „Jugend fliegt“ war ein siebentägiges Jugendlager der Luftsportjugend des Deutschen Aeroclubs für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, bei dem alle Luftsportarten vorgestellt und ausprobiert werden konnten. Also vom Drachenfliegen, Ballonfahren, Segelflug, Motorflug, Kunstflug, Fallschirmspringen und auch Flugmodellbau war alles vertreten. Es gab auch eine Berufsmesse für alle teilnehmenden, wo namhafte Arbeitgeber aus der Luft- und Raumfahrtbranche über eine mögliche Karriere informierten. Das war ziemlich interessant.“

Und was war deine Aufgabe bei diesem Event?

„Ich hatte mich als Helfer für den Flugbetrieb eingetragen. Das heißt, ich habe die Flugzeuge auf den Start vorbereitet und nach der Landung wieder mit zurückgebracht, damit der nächste Interessent seine Chance auf einen Mitflug bekommt. Zudem habe ich natürlich auch die ankommenden Fluggäste betreut und sie auf ihr bevorstehendes Erlebnis vorbereitet, bzw. beim Einsteigen und Anschnallen geholfen.“

Wie bist du eigentlich darauf gekommen, bei diesem Event mitzuhelfen?

 „Ein guter Freund und Fliegerkamerad aus Großrückerswalde hatte davon im Internet erfahren und mich gefragt, ob ich nicht auch mit ihm eine Woche die Luftsportjugend dabei unterstützen möchte, junge Menschen von der Luftfahrt zu begeistern. Das klang für mich richtig interessant und so haben wir uns zusammen als Helfer angemeldet.“

Was war für dich persönlich ein echtes Highlight dieser Woche?

„Auf jeden Fall waren die Ballonstarts am Abend und am Morgen phänomenal. Das ist schon sehr beeindruckend, wenn man so viele Ballone auf einmal starten sieht. Ich habe mir das jedes Mal sehr gerne angeschaut.

Außerdem hat mich das Kunstflugprogramm von Mike Rottland (Deutscher Meister im Motorkunstflug) mit seiner Extra 300 total gefesselt. Er hat eine richtig gute Vorführung gezeigt und es sogar mit Rauch hinter dem Flugzeug noch spektakulärer gemacht. Einfach der Wahnsinn!

Ach ja und als kleines Dankeschön, durfte ich sogar auch einmal im Segelflugzeug mitfliegen. Das war echt nett von der restlichen Helfer-Crew und ich fand es toll, nach meinen drei Wochen Urlaub endlich wieder im Cockpit zu sitzen. Nochmal danke dafür an dieser Stelle!“

Welches Ziel hatte denn die Erstauflage des Jugendlagers?

„Die Idee dahinter war, dass wir Kinder und Jugendliche für die Luftfahrt begeistern und ihnen die Möglichkeiten in den vielseitigen Luftsportarten vorstellen. Vielleicht sogar mit dem Effekt, dass einige von ihnen später in Vereinen aktiv werden und Teil der Luftsportjugend in Deutschland werden.“

Im F-Schlepp über Eisenach-Kindel

Du bist selbst leidenschaftlicher Segelflieger. Wie würdest du junge Leute in deinem Alter für die Luftfahrt begeistern?

„Nur davon erzählen bringt nichts. Man muss seine Leidenschaft den anderen direkt vermitteln. Ich sage immer, kommt einfach auf den Flugplatz, fliegt mal eine Runde mit und ihr werdet sehen, dass man davon so schnell nicht wieder loskommt. Also einfach mal die Leute ins kalte Wasser schmeißen und sie mit dem Fliegervirus infizieren. Das ist meine Strategie.“

Sind denn Jugendliche überhaupt noch für das Fliegen zu begeistern oder sind Computerspiele und rauschende Partys viel interessanter?

„Ich denke schon, dass großes Interesse für die Fliegerei besteht. Wer träumt als Kind nicht vom Fliegen oder ist zumindest davon fasziniert? Wichtig ist nur, dass in den Vereinen, die junge Leute werben wollen, die Altersstruktur stimmt. Andere Jugendliche ziehen bei sowas auch immer. Dann muss natürlich das Vereinsklima stimmen, man muss das Leben im Verein und den Luftsport an sich attraktiv gestalten. Und wo kann man denn schon so eine Party schmeißen, wie auf dem Flugplatz wo man Platz hat und keinen stört?“

Was ist dein Fazit aus einer Woche „Jugend fliegt“?

„Mir hat es auf jeden Fall gefallen. Es war für mich sehr interessant, neues zu entdecken. Man trifft neue Leute und verknüpft sich untereinander. Auch mal die vielen Facetten des Luftsports kennenzulernen, die man sonst nicht so miterlebt, war eine Bereicherung für mich.

Wir haben den Teilnehmern ein recht breites Angebot an Möglichkeiten aufzeigen können und ich denke, dass auf so manchen der Funke der Begeisterung für den Luftsport übergesprungen ist. Für mich war es also eine rundum gelungen Woche und ich bin stolz ein Teil davon gewesen zu sein.“

Vielen Dank, Vincent, für den kleinen Einblick und vielleicht kannst du uns ja mit deinen gewonnen Erfahrungen beim Fliegerclub Oschatz e.V. unterstützen.

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Jedes Kind durfte selbst ans Steuer – unser AIRlebnistag 2019

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Gruß in die Runde

Das gab es schon lange nicht mehr: am 18. Mai durften 18 Mädchen und Jungen alles über die Fliegerei lernen und sich dann auch noch in einem echten Segelflugzeug an das Steuer setzen!

Wieso? Es war ein erfolgreicher, erster AIRlebnistag, den die ehrenamtlichen Helfer des Fliegerclub Oschatz e.V. für Kinder und Jugendliche organsiert hatten. Und das Beste daran: der AIRlebnistag ist für alle TeilnehmerInnen kostenlos.

Es kamen aber nicht nur Oschatzer, sondern auch Luftfahrtinteressierte aus ganz Mittel- und Nordsachsen. Zu verdanken haben wir das unserem Piloten Niclas Dannemann, der in über 20 Schulen Plakate verteilte und die Schulkinder bei einem kurzen Vortrag mit spannenden Geschichten begeisterte.

Natürlich ist bei uns jeder, der vom Fliegen begeistert ist, jederzeit herzlich willkommen und darf sich am Wochenende den Flugbetrieb anschauen, oder einmal selbst mitfliegen, doch mit unserem AIRlebnistag möchten wir speziell Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit dem Segelflugsport bekannt machen und sie für eine mögliche Segelflugausbildung bei uns begeistern.

Und zum Kennenlernen gehört auch, einen Tag lang bei unserem Flugbetrieb aktiv mitmachen und unseren Piloten zur Hand gehen zu dürfen.

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Ausräumen der Flugzeuge

Los ging’s mit dem Aufbau des Flugbetriebs: alle TeilnehmerInnen halfen dabei, unsere zahlreichen Vereinsflugzeuge aus den Hallen und auf das Flugfeld zu schieben. Auch beim Aufbau der Winde für Segelflugzeuge haben alle mitgeholfen.

Aufgeteilt in drei Gruppen und mit jeweils einem Oschatzer Piloten als Guide, besuchten sie nacheinander dann verschiedene Stationen, bei denen ihnen beispielsweise die Aerodynamik eines Flugzeuges erklärt wurde oder ein Papierflieger-Wettbewerb stattfand.

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AIRlebnistag Flugsimulator

Eine besondere Attraktion war auch die Inbetriebnahme unseres selbstgebauten Flugsimulators, an dem die TeilnehmerInnen des AIRlebnistages das Fliegen virtuell und mit gewagten Flugmanövern austesten konnten.

Und während die Kinder das Fliegen spielerisch erlernten, beantwortete unser zweiter Vereinsvorsitzender Jan Simon den Eltern alle Fragen zum Vereinsleben und zur Flugausbildung. Natürlich durfte auch ein Rundgang über unseren Flugplatz nicht fehlen, bei der Jan Simon weiterhin von der Segelfliegerei schwärmte. Auch für eine kostenlose Verpflegung der TeilnehmerInnen hat der hat der Fliegerclub Oschatz gesorgt. Dabei möchten wir uns herzlich bei unserer Angela bedanken, die, wie so oft, für die gesamte Truppe ein leckeres, frisches Mittagessen gekocht hat.

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Echte Flugzeuge und Modelle

Ab dem Nachmittag durften die Kinder dann endlich mit einem unserer Fluglehrer im Doppelsitzer ihren langersehnten, ersten Segelflug starten. Dabei durften die „Flugschüler“ nicht nur spektakuläre Fotos schießen, sondern sich sogar einmal selbst ans Steuer setzen. So lernten sie gleich, wie eine echte Segelflugausbildung ablaufen würde. Und es waren nicht nur die Kinder und Jugendlichen, die gespannt jedem einzelnen Flugzeug hinterherschauten, sondern auch deren Eltern.

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Einräumen der Flugzeuge

Schließlich ließen wir den Tag mit einem gemütlichen Grillabend ausklingen. Wir freuen uns sehr darüber, dass so viele Kinder und Jugendliche beim AIRlebnistag mit Begeisterung dabei waren und sich bei uns wohlfühlten. Insbesondere sind wir stolz darauf, dadurch bereits jetzt schon vier neue Flugschüler in unserem Verein begrüßen zu dürfen: Herzlich willkommen Niklas, Albert, Tim und Joshua.

Nachdem die Resonanz beim AIRlebnistag so groß war, dass wir am Abend sogar noch ein paar Mitgliedsanträge nachdrucken mussten, wissen wir, dass der AIRlebnistag künftig einen festen Platz in unserem Veranstaltungskalender einnehmen wird.

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AIRlebnistag TeilnehmerInnen

Wenn auch ihr beim nächsten AIRlebnistag dabei sein wollt, dann meldet euch hier zu unserem Newsletter an und erfahrt als erstes, sobald unser nächster AIRlebnistag in die Planung geht.

Wir bedanken uns bei allen, die uns an diesem Tag besucht haben, sowie den Mitgliedern des Fliegerclub Oschatz e.V., die diesen Tag ermöglicht haben.

Fliegerische Grüße

Bericht: Niclas Dannemann und Stephanie Köchel

18. Sächsisches Landesjugendvergleichsfliegen

18. Sächsisches Landesjugendvergleichsfliegen

Am letzten Wochenende fand auf dem Flugplatz in Taucha bei Leipzig das 18. Landesjugendvergleichsfliegen statt, welches alljährlich in allen Bundesländern wiederholt wird, bei dem Flugschüler und junge Lizenzpiloten ihr fliegerisches Können unter Beweis stellen können. Dabei ist es Aufgabe, bei drei Wertungsflügen eine perfekt geflogene Platzrunde der Jury zu präsentieren, welche auf jedes Detail in der Ausführung der Flugmanöver genau schaut und entsprechende Fehlerpunkte verteilt. Neben einem perfekten Start und einer exakten Ziellandung in einem genau markierten Landefeld, mussten auch Übungen wie zum Beispiel ein Seitengleitflug oder Rollübungen durchgeführt werden. So traten 35 Piloten aus acht Vereinen aus ganz Sachen, von Leipzig, dem Erzgebirge bis nach Görlitz, an und sorgten für einen lebendigen Flugbetrieb mit 13 einsitzigen Flugzeugen, wie zum Beispiel einem Mistral, Astir-CS und einigen Piraten SZD-30, welche inzwischen schon wahre Oldtimer sind.

Wir haben uns sehr gefreut, dass nach einigen Jahren Pause auch wieder zwei Piloten aus Oschatz teilnehmen konnten. So war es für die beiden Flugschüler Vincent und Niclas ihr erster Segelflugwettkampf, bei dem sie für das erste Mal auch ein gutes Ergebnis abliefern konnten, wobei Vincent sogar die Platzierung auf dem 6. Platz gelang. Neben der Platzierung im Wettkampf stand vor allem das Kennenlernen anderer jugendlicher Piloten im Vordergrund, mit denen man sich austauschen konnte. So saß man abends beim Essen noch lange zusammen, um sich unter anderem über weitere fliegerische Pläne zu unterhalten oder man hatte viel Spaß bei einer gemeinsamen Runde Tischkicker und unterhaltsamer Musik. Obwohl das schlechter werdende Wetter den dritten Wertungsdurchgang leider verhinderte, war es am Ende für alle Beteiligten ein gelungenes und interessantes Wochenende.

Bericht: Vincent Löffler und Niclas Dannemann

Alle Bilder vom Vergleichsfliegen 2018 gibt’s hier zum Durchklicken:

Astir mit Richard

Anfliegen 2018

Endlich wieder zurück am Himmel

Vor dreieinhalb Wochen war es dann nun endlich wieder soweit: Nach einem langen und kalten Winter, welcher uns auch im März zu unserer geplanten Jahreshauptversammlung nochmal mit viel Schnee überrascht hatte, konnten wir nun voller Vorfreude unsere Segler wieder aus dem Winterschlaf erwecken und aufrüsten. Gerade bei unseren älteren Holzflugzeugen war dies auch teilweise ein echter Kraftakt, bei dem wieder viele fleißige und vor allem kräftige Hände gebraucht wurden.

Als nun im April das Wetter endlich wärmer wurde, stieg auch die Lust auf den ersten Flugbetriebstag immer mehr, wobei wir aber gemeinsam mit vielen andere Segelflugvereine in Deutschland erst abwarten mussten, dass unsere Grasbahn auf dem Flugplatz wieder benutzbar wird und wir bei den ersten Flugversuchen nicht gleich im Schlamm stecken bleiben, weshalb unser geplanter Osterlehrgang leider nicht stattfinden konnte.

Vorletzten Sonntag war dann endlich der Tag gekommen, an dem wir bei strahlendem Sonnenschein den ersten Flugbetrieb in diesem Jahr wagen konnten. Es war eine wahre Freude, nach Langem mal wieder weitestgehend alle Flugzeuge auf einmal auf unserer Wiese sehen zu können. So wurden an diesem Tag zahlreiche Werkstatt- bzw. Überprüfungsflüge auf sieben von unseren acht Vereinssegelflugzeugen, sowie unserem Motorsegler durchgeführt. Außerdem konnten wir am Start auch private Flugzeuge, wie einen Bergfalken, eine PW-5 und eine DG100 sehen. Nebenbei haben wir auch noch einige Fallschirme, welche von der Überprüfung kamen, wieder gepackt, damit auch die Sicherheit bei unserem Sport nicht zu kurz kommt. Und obendrein konnten wir schließlich noch unsere neue slowenische Winde zum ersten Mal testen (näheres dazu in unserem vergangenen Artikel „Nach der Flugsaison ist vor der Flugsaison“).

Auch die Schulung konnte wieder anlaufen, wobei durch den doch sehr beträchtlichen Seitenwind an diesem Tag, sich die meisten mit einer kurzen Platzrunde zufrieden geben mussten und dabei aber auch gleich das Fliegen bei besonderen Windverhältnissen üben konnten. Einigen Lizenzpiloten gelang es jedoch sogar, die an diesem Tag teilweise vorherrschende Blau-Thermik zu nutzen und sich dabei auch bis zu 900 Meter hoch vorzuarbeiten. Somit war es für uns alle ein sehr gelungener Auftakt in die diesjährige Flugsaison, die hoffentlich von viel Thermik und fliegerischen Erfolgen, wie bestandenen praktischen Prüfungen, geprägt sein wird. In diesem Sinne wünschen wir allen Lesern und Fliegerkameraden einen angenehmen und erfolgreichen Sommer.

Bericht: Niclas Dannemann

Alle Bilder gibt’s hier zum Durchklicken:

Blanik D-9196 Halle

Nach der Flugsaison ist vor der Flugsaison

Nachdem wir im Sommer die Wochenenden zum Fliegen nutzen, warteten mit Beginn des Winters auch wieder die fürs Fliegen notwendigen Wartungsarbeiten auf uns. Normalerweise hätte am 28. Oktober unser traditionelles Abfliegen mit Ziellandewettbewerb stattgefunden, bei dem jeder Pilot seine fliegerischen Fähigkeiten beim punktgenauen Landen unter Beweis stellen kann, was wir aufgrund der winterlichen Temperaturen leider ausfallen lassen mussten.

So hatten wir fast den gesamten Tag damit verbracht, unsere Flugzeuge auseinanderzubauen oder, wie es im Fachjargon heißt, „abzurüsten“. Das bedeutet, dass die Tragflächen, sowie Teile des Leitwerks vom Rumpf der Segelflugzeuge getrennt werden und in unserem Hangar verstaut werden, bevor sie dann über die Wochenenden des Winters verteilt alle nacheinander in unsere Werkstatt kommen, wo eventuell angefallene Reparaturarbeiten durchgeführt werden und vor allem eine grundlegende Inspektion aller einzelnen Flugzeugkomponenten von unseren fachkundigen Vereinsmitgliedern vorgenommen wird. Eine Hauptarbeit dabei ist, die gesamte Oberfläche von Rumpf und Tragflächen in aufwändiger Handarbeit zu reinigen und zu polieren, wobei es immer vieler fleißiger Helfer bedarf, welche an den Wochenenden zahlreich auf dem Flugplatz mithalfen. So trafen wir uns also während des gesamten Winters jeden Samstag und manchmal sogar sonntags in der gut beheizten Werkstatt, um zusammen unseren Flugzeugpark wieder auf Vordermann zu bringen und unsere fliegerischen Erfahrungen dabei auszutauschen und uns gemeinsam schon auf den baldigen Saisonstart im Frühling zu freuen. Dabei kam natürlich auch ein gemütliches Zusammensitzen bei einem leckeren Mittagessen nie zu kurz.

Im Spätwinter gab es dann schließlich auch noch eine Neuanschaffung des Fliegerclubs zu bestaunen. Und zwar haben wir uns nach längerem Überlegen dazu entschlossen, eine zweite H4-Seilwinde für unseren Flugplatz anzuschaffen, welche im Februar von ihrem alten Standort in Slowenien zu unserem Flugplatz in Oschatz transportiert wurde. Auf die Weise können wir verhindern, dass ein schwerer technischer Defekt an unserer vorhandenen Winde einen Segelflugbetrieb unmöglich macht und uns somit im Notfall vor einem frühzeitigen Ende der Flugsaison retten würde. Vor wenigen Wochen wurde dann wiederum unsere alte H3-Winde aus den 60er-Jahren verkauft, welche bei uns leider aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden durfte und wegen geringerer Zugkraft und hoher Umweltbelastung für unseren Flugbetrieb auch keine sinnvolle Lösung mehr darstellte. So wird sie ihre alten Tage nun in einem Verein in Kroatien verbringen.

Bericht: Vincent Löffler und Niclas Dannemann

Alle Bilder vom Winterbauprogramm gibt’s hier zum Durchklicken:


Herbstlehrgang Halle

Herbstlehrgang 2017

Wie jedes Jahr fand auch 2017 wieder in der ersten Oktoberwoche unser Herbstlehrgang auf dem Flugplatz in Oschatz statt. Jedoch hat der Herbst seinem Namen alle Ehre gemacht und uns fast eine Woche lang winterliche Temperaturen, Sturm und Dauerregen beschert.Herbstlehrgang Fliegen (2) Dementsprechend waren auch die Flugbedingungen für uns, welche zum Auftakt des Lehrgangs am Samstag noch gut genug für einen schönen Flugbetrieb waren, ab Sonntag jedoch keinen Flugbetrieb mehr zuließen. Einzig der Mittwoch war uns noch gut genug für einen Flugtag, der sich aufgrund der kaum verminderten Windgeschwindigkeiten sehr interessant gestaltete. Da für uns die Sicherheit immer ganz groß geschrieben wird, durften unsere Flugschüler an diesem Tag nicht alleine abheben, sondern nur gemeinsam mit Fluglehrer im Doppelsitzer fliegen, was dem Spaß aber keinen Abbruch tat. So ist jeder der circa 7 anwesenden Flugschüler an diesem Tag auf seine Kosten gekommen und konnte mit drei bis vier Platzrunden pro Person zufrieden sein.

Ansonsten stand der Lehrgang sehr im Zeichen der Objektpflege sowie Ausflügen in die Pilzwälder der Dahlener Heide. Am Montag beschäftigten sich die Flugschüler Vincent, Rico und Patricia mit der Instandsetzung unserer Werkstattfenster. Herbstlehrgang Pilze putzenGemeinsam waren wir zweimal in der Woche Pilze sammeln, wobei wir beim ersten Mal zwei große Pfannen voller Frischpilze zum Abendbrot genießen konnten. Wenige Tage später machten wir uns erneut in den Wald auf und machten uns anschließend in vierstündiger Teamarbeit in der Küche daran, neben getrockneten Pilzen auch einen großen Pilzgulasch mit Thüringer Klößen und Rotkohl zu zubereiten. Für die Leute, die an diesem Tag auf dem Flugplatz waren, gab es somit ein großes Festabendessen – Jedem hat es sehr geschmeckt.

Parallel dazu haben wir in großem Arbeitseinsatz die viele Zeit genutzt, unsere Weiße Werkstatt, welche für unsere Flugzeuge bestimmt ist, von innen komplett neu zu gestalten. Herbstlehrgang LogoSo machte sich Richard daran, die Wände teilweise neu zu verputzen und mit insgesamt fünf Leuten haben wir die Wände neu gestrichen. Dabei hatten Patricia und Niclas eine ganz besondere Idee. Es würde dem Raum einen neuen Look geben, unser Vereinslogo als 2 Meter großes Wandgemälde zu malen. Alle waren am Ende begeistert, als wir nach zwei Tagen in riesiger Kleinarbeit das Bild vollendet hatten. Darüber hinaus fuhren Rico, Vincent und Niclas während des Lehrgangs dreimal nach Riesa, um an einem Funksprechlehrgang teilzunehmen, welcher Bestandteil der Segelflugausbildung ist.

Somit war es am Ende ein sehr erfolgreicher Lehrgang, wenn auch nicht aus fliegerischer Sicht.

Alle Bilder vom Herbstlehrgang gibt’s hier zum durchklicken:


Schneekoppe mit Blick nach Norden

Mit dem Motorsegler ins Riesengebirge

Werner und Thomas waren am Samstag und Sonntag mit unserem Motorsegler „D-KNIN“ in Tschechien. Sie sind von Oschatz über Dresden, Sebnitz in der Sächsischen Schweiz, vorbei an Liberec in Tschechien nach Vrchlabi am Riesengebirge geflogen.Werner und Thomas Die meteorologischen Bedingungen waren bis zur Grenze super, in Deutschland ein fast spätsommerlicher Tag. In Tschechien wurden sie von zunehmend tiefen Wolken, teilweise auch einer Unterquellbewölkung gezwungen auszuweichen um die Sicherheitsmindesthöhe einhalten zu können. In Vrchlabi kämpften Sie sogar mit Wolken von nur noch 300 m AGL, also 300m über dem Erdboden. Gerade so noch angekommen, hieß es also Flieger unterstellen in der Halle und Wandern rund um Spindler Mühle (Spindleruv Mlyn). Am Sonntag dann blauer Himmel und eine traumhafte Bergsicht.

Wir haben den Rückflug zu einem ausgiebigen Rundflug über das Riesengebirge genutzt um dann südöstlich in das Böhmische Paradies einzutauchen.

Cesky Raj – eine Sandsteinlandschaft ähnlich der Sächsischen Schweiz – ist das im Jahre 1955 erste geschützte Naturreservat in Tschechien.Burg Valdstejn im Cesky Raj Die Burg Trosky ist nicht nur eines von vielen interessanten Reisezielen dieser Region, es ist auch das Symbol dieser einzigartigen Landschaft. Anschließend führte es die zwei vorbei an Ceska Lipa, einer der größten Städte der Liberec Region. Weiter über Doksy mit der Burgruine Hrad Bezdez (Burg Bösig) zum Elbtal bei Decín und über das Elbsandsteingebirge nach Dresden. Entlang der Elbe mit der Burg von Meißen und einem kurzen Stop in Riesa kamen die Beiden dann in Oschatz nach einem wundervollen Wochenende wieder an.

Den ganzen Flug haben die Beiden auch aufgezeichnet und ist in der Bildergalerie zu finden. Die gesamte Flugzeit betrug gute 4:00 h, also auch ein kleiner Ansporn für unsere Mitglieder oder eine tolle Idee für Gästeflüge? Wir lassen uns überraschen…

Alle Bilder vom Flug ins Riesengebirge gibt’s hier zum durchklicken:

Schulhoffest Grimma 2017

Zu Gast beim Schulfest in Grimma

Etwas ganz besonderes konnten die Schüler der Oberschule Grimma bei ihrem Schulfest erleben. Wir waren mit unserem Astir zu Gast und jeder Schüler konnte nach Lust und Laune Fragen stellen, alles ausprobieren und einmal mitfliegen. Mit diesem Highlight gestalteten wir den Schultag noch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Wir haben uns riesig gefreut, den Jugendlichen das Fliegen einmal hautnah zeigen zu dürfen!

Das MuldentalTV hat darüber nocheinmal berichtet (ab Minute 2:38):